Spirale / Intrauterinpessar (IUP)

Die Spirale oder Intrauterinpessar (IUP) ist ein mechanisches Verhütungsmittel für die Frau. Sie ist etwa drei bis vier cm lang und kann T- oder hufeisenförmig sein. Die Spirale besteht aus Kunststoff und wird oft mit einem Kupferdraht umwickelt. Die Spirale wird durch den Muttermund in die Gebärmutter der Frau eingesetzt.

Hier gibt sie laufend Kupferionen in kleinen Mengen ab. Diese hemmen die Beweglichkeit der Spermien, sodass die Samen die Eizelle nicht erreichen können. Außerdem stört die Spirale den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, so dass sich ein befruchtetes Ei nicht einnisten kann.

  • Die Spirale kann zwischen drei und fünf Jahren in der Gebärmutter bleiben.
  • Der Pearl-Index der Spirale liegt zwischen 09 und 3.
  • Neben der Kupferspirale gibt es auch Hormonspirale. Die geben statt Kupferionen Hormone ab.

Anwendung der Spirale

Die Spirale darf nur in einer gynäkologischen Behandlung vom Frauenarzt in die Gebärmutter der Frau eingesetzt und aus dieser entfernt werden. Diese beiden Vorgänge sind oft schmerzhaft. Es können dabei Verletzungen entstehen. Nach der ersten Monatsblutung die dem Einsetzen der Spirale folgt, muss der Frauenarzt die Lage der Spirale mit Ultraschall überprüfen. In der folgenden Zeit sollte die Frau nach der Monatsblutung selbst die Lage der Spirale mit Hilfe des Kontrollfadens ertasten. Außerdem ist eine regelmäßige Kontrolle beim Frauenarzt – etwa alle sechs Monate – erforderlich.

Vorteile der Spirale

Die Spirale greift nicht in den Hormonhaushalt der Körper ein. Frau muss nicht täglich an die Verhütung denken und das Liebesspiel wird nicht unterbrochen.

Nachteile der Spirale

Bei etwa sieben Prozent der Frauen stößt ihr Körper die Spirale ab. Oft merken die Frauen diesen Vorgang überhaupt nicht. Deswegen ist es wichtig, den Kontrollfaden regelmäßig nachzutasten. Die Verträglichkeit stellt sich bereits nach der ersten Regelblutung nach Einsetzen der Spirale heraus. Durch den Kontrollfaden können Bakterien in die Gebärmutter gelangen, die Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut oder der Eierstöcke verursachen können.

Im schlimmsten Falle können diese Entzündungen zur Unfruchtbarkeit führen, daher wird die Spirale nur Frauen mit abgeschlossener Familienplanung empfohlen. Die Monatsblutung kann stärker und länger sein und es können starke Unterleibschmerzen auftreten.

Die Spirale schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden.
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