Symptome einer Unterkühlung (Hypothermie)

Die Ausprägung der Symptome einer Unterkühlung hängt maßgeblich vom Ausmaß der verringerten Körpertemperatur ab. Jedoch sind in einem gewissen Rahmen individuelle Reaktionen möglich. Es wird unterschieden in:

Aktive Phase (leichte Unterkühlung): Die Körperkerntemperatur beträgt 34 bis 36?C. Es kommt zu Kältezittern, Kältegefühl, tiefer Atmung, schnellem Herzschlag und blasser Haut. Individuell verschieden können auch noch weitere Beschwerden, wie Ängste, Gangunsicherheit oder Verlangsamung der Reflexe, dazukommen.

Erschöpfungsstadium (mittelschwere Unterkühlung): Die Körperkerntemperatur sinkt auf 30 bis 34?C. Das Kältezittern ist nicht mehr vorhanden. Der Puls ist verlangsamt, der Blutdruck erniedrigt. Der Patient ist schläfrig und teilnahmslos, die Haut bläulich-blass. Weitere Beschwerden können unklare Sprache, Verwirrtheit und Ausfall der Körperreflexe sein.

Lähmungszustand (schwere Unterkühlung). Die Körperkerntemperatur sinkt auf unter 30?C. Der Patient ist bewusstlos. Die Atmung ist flach, der Herzschlag unrhythmisch. Herzschlag und Atmung sind bisweilen auch nur noch schwer nachzuweisen. Es kann zu Atemstillstand bzw. Herz-Kreislaufstillstand kommen. Muskeln und Gelenke sind erstarrt (-> erinnert an Totenstarre). Die fortschreitende Abkühlung der Herzmuskulatur führt zum Herzstillstand und damit zum Erfrierungstod.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 5.11.2007

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