Natürliche Familienplanung

Die natürliche Familienplanung beruht auf der Ermittlung der fruchtbaren bzw. unfruchtbaren Tage der Frau. Sie beobachtet ihren Körper und lernt ihren Zyklus kennen. Dies kann mit Hilfe verschiedener Methoden geschehen, wie z.B. Temperaturmessung, Gebärmutterschleimbeobachtung, Zyklusberechnung. Diese Methoden gehen davon aus, dass Frauen nur einige Tage im Monat schwanger werden können. An den fruchtbaren Tagen darf kein oder nur geschützter Geschlechtsverkehr stattfinden. Der Pearl-Index der natürlichen Methoden liegt je nach Methode zwischen 1 und 35.

Die Voraussetzung für die natürliche Familienplanung ist die Bereitschaft, den eigenen Körper kennen zu lernen. Zum Lernen der Methoden werden auch Kurse angeboten. Erst nach mehreren beobachteten Zyklen wird frau mehr Vertrauen zu ihrem Körper haben. Solange sie noch hormonell verhütet, ist eine Zyklusbeobachtung nicht sinnvoll, da die künstlichen Hormone in den natürlichen Zyklus wesentlich eingreifen.

Vorteile

Diese Methoden belasten den Körper nicht. Frau kann durch die Methode ihren Körper besser kennen lernen.

Nachteile

Die natürliche Familienplanung erfordert viel Disziplin. Logischerweise bietet sie keinen Schutz an den fruchtbaren Tagen. Während dieser Zeit muss das Paar auf andere, in der Regel auf mechanische oder chemische Verhütungsmethoden zurückgreifen.

Die Länge der Zyklen kann sich verschieben. Der Zyklus kann sich aufgrund verschiedener Krankheiten, Gefühlsschwankungen oder Stress verkürzen oder verlängern. Krankheit oder Reisen können die Zuverlässigkeit dieser Methoden negativ beeinflussen.

Für junge Mädchen und für Frauen mit unregelmäßigem Zyklus sind diese Methoden nicht geeignet.

Die natürlichen Verhütungsmethoden schützen nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden.
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