Wirkung und Wirkmechanismen

Der genaue Wirkmechanismus der Akupunktur ist bis heute nicht bekannt. Klinische Studien haben aber gezeigt, dass sie wirkt. Die Methode hat auch schon Tausenden von Menschen ihre Schmerzen genommen oder sie zumindest gelindert. Besonders viele Untersuchungen liegen über Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich und bei chronischen Kopfschmerzarten vor. Die schmerzlindernde Wirkung tritt bei Personen jeder sozialen Schicht ein und ist auch unabhängig davon, ob man dieser Methode kritisch gegenüber steht oder sie befürwortet. Warum die Akupunktur bei einigen Menschen keine Wirkung erzielt, kann nicht erklärt werden.

Die Heilmethode nimmt sicher Einfluss auf verschiedene köpereigene Schmerzhemmsysteme. Sie wirkt durch das Einstechen von hauchdünnen Nadeln in die Haut und die darunterliegenden Gewebe. Dadurch wird eine Reizung des peripheren Nervensystems hervorgerufen und es erfolgt eine Reizweiterleitung zum zentralen Nervensystem. Ein Erklärungsansatz für den schmerzlindernden Effekt der Akupunktur ist, dass analog zur TENS, die verstärkte Reizung bestimmter Nervenfasern (A-Fasern) bereits in den Hinterhornneuronen des Rückenmarks die Reizleitung von Schmerzimpulsen hemmt. In den Hinterhornneuronen des Rückenmarks reguliert ein komplexes Zusammenspiel von hemmenden und erregenden Faktoren die Schmerzweiterleitung. Die Akupunktur hat vermutlich schon hier Einfluss.

Wahrscheinlich werden durch die Heilmethode auch im Hirnstamm lokalisierte Mechanismen aktiviert, die eine (absteigende) Hemmung der Schmerzleitung bewirken. Hier spielen die Neurotransmitter Noradrenalin und Serotonin eine wesentliche Rolle. Schließlich werden auch Endorphine ausgeschüttet – körpereigene Morphine, die wie Schmerzmittel wirken. Mit diesen Mechanismen lässt sich die akute schmerzstillende Wirkung erklären, jedoch nicht der die Nadelung weit überdauernde Effekt.

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