Komplikationen des Ulcus duodeni

Zu den Komplikationen zählen:

  • Ulkusblutungen: Sie können unterschiedliche Ausmaße annehmen. Geringere, aber dauerhaft bestehende Blutungen äußern sich in einer Anämie. Größere führen zu einer Schwarzfärbung des Stuhls oder sogar dem Auftreten eines Blutvolumen-Mangel-Schocks. 
  • Durchbruch des Geschwürs in die Bauchhöhle (= Perforation): Hierbei handelt es sich um eine lebensbedrohliche Komplikation, bei der Darminhalt und Luft aus dem Magen in die Bauchhöhle übertreten. Eine Bauchfellentzündung kann die Folge sein. 
  • Ulkuspenetration: Dabei bricht das Geschwür in die benachbarten Organe – bevorzugt in die Bauchspeicheldrüse – durch. Es können sich auch sogenannte Fisteln bilden, das sind Verbindungsgänge zu den entsprechenden Organen. Die Schmerzen können in den Rücken ausstrahlen; eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist die Folge. 
  • Verengung des Magenausgangs (Pylorusstenose): Ursächlich sind unter Narbenbildung abheilende Geschwüre in der Nähe des Magenausgangs. Die Betroffenen können dadurch häufig nur kleine Nahrungsmengen zu sich nehmen und leiden unter Gewichtsverlust und Erbrechen.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 5.11.2007

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