Diagnose der Tularämie (Hasenpest)

         

Diagnose der Tularämie (Hasenpest) Themen

  • Tularämie – Hasenpest
  • Ansteckung
  • Symptome
  • Diagnose Therapie
  • Das Hautbild und die Lymphknotenschwellungen können erste Hinweise geben. Da die Krankheit von selbst ausheilen kann und die Symptome oft einem grippalen Infekt gleichen, wird die Krankheit nicht erkannt. Der Nachweis der Erreger erfolgt in Speziallabors.

    Therapie

    Die Erkrankung wird mit Antibiotika behandelt. Bei schwerem Verlauf werden Gentamicin oder Streptomycin eingesetzt. In leichteren Fällen erfolgt die Behandlung mit Ciprofloxacin oder Doxycyclin.

    Mit den Antibiotika ist die Krankheit gut beherrschbar und es kommt zu keinen Todesfällen. Ohne Behandlung kann die Sterblichkeitsrate bei über 30% liegen (vorwiegend typhoide Form). Mitverantwortlich für die hohe Sterblichkeit sind Komplikationen, wie Gehirnhaut-, Brustfell-, Gehirn- und Herzbeutelentzündungen.

    Schutzmaßnahmen

    Ein Impfstoff ist derzeit nicht verfügbar. Nur in Russland wird derzeit ein Lebendimpfstoff in Endemiegebieten eingesetzt.

    Gefährdete Berufsgruppen können sich aber durch folgende Maßnahmen schützen:

    • körperbedeckende Arbeitskleidung (Gummistiefel, Gummihandschuhe, Einmalhandschuhe);
    • sehr vorsichtiger Umgang mit verdächtigen Tieren;
    • Einsatz von staubdichten Atemmasken bei der Verarbeitung von Wildtieren;
    • Augenschutz (Schutzbrille mit Seitenschutz -> vor allem bei Umgang mit dem Erreger im Labor).

    med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
    Aktualisierung 05.11.2007

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