Diagnose der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit

Handelt es sich um eine akute Ischämie, wird bei der Aufnahme bereits ein Antigerinnungsmittel (Heparin) verabreicht, der Fuß in einen Wärme-Wattestrumpf gesteckt. Des Weiteren kommen gefäßchirurgische Methoden zum Einsatz (Ballondilatation, Stentimplantation, Atherektomie und Bypassoperation -> Erläuterungen siehe unten). Zudem ist es möglich den Gefäßverschluss – minimal-invasiv oder während der Operation chemisch (Lyseverfahren) – aufzulösen.

Die Behandlung bei einem chronischen Verlauf der PAVK ist abhängig vom Stadium der Erkrankung. In einem frühen Stadium sollte ein Gehtraining und spezielle Gymnastik durchgeführt werden, um die Bildung der Kollateralen anzuregen. Auch Bewegungsbäder und Unterschenkelgüsse sind sinnvoll. Des Weiteren werden auch noch andere Methoden eines Gefäßtrainings angeboten (bsp. syncardiales (= im Takt mit dem Pulsschlag) Gefäßtraining).

Begleitend zur ursächlichen Therapie, die auf eine Beseitigung der Gefäßverengung zielt, muss auch immer eine rechtzeitig eingeleitete Schmerztherapie erfolgen. So kann ein Gehtraining oft besser durchgeführt werden, wenn die Schmerzen mit NSAR (kurzfristig -> Magen-Darm-Probleme) oder Opioiden gelindert werden.

Des Weiteren wird ein Medikament eingesetzt, welches direkt gefäßerweiternd wirkt (= Vasodilatator). Es handelt sich um ein so genanntes Prostaglandin E1-Analogon (Alprostadil). Prophylaktisch werden so genannte Thrombozytenaggregationshemmer, die das Verklumpen der Blutplättchen in einer Arterie verhindern sollen, verordnet. Bekanntester Vertreter ist Acetylsalicylsäure (Aspirin).

Wichtig ist auch die Behandlung der Grund- und Begleiterkrankungen (bsp. Diabetes) sowie das Ausschalten von weiteren Risikofaktoren, wie Rauchen (-> Raucherbein), Stress, Übergewicht, hohem Blutdruck und erhöhten Blutfettwerten.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 3.9.2007

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