Behandlung (Therapie) der Tuberkulose

         

Behandlung (Therapie) der Tuberkulose Themen

  • Tuberkulose
  • Infektionsweg
  • Krankheitsverlauf
  • Symptome / Diagnose
  • Therapie
  • Bei einer geschlossenen Tuberkulose, das heißt, der Patient scheidet keine infektiösen Bakterien aus, kann die Behandlung (Therapie) ambulant erfolgen; bei einer offenen Tb oder Komplikationen ist ein anfänglicher stationärer Aufenthalt nötig. Therapiert wird mit Antibiotika (spezielle Antituberkulotika). Dazu werden mehrere Antibiotika gleichzeitig verabreicht. Die Kombination mehrerer Wirkstoffe ist nötig, da sich bei der Verabreichung eines einzelnen Medikaments, meist eine Arzneimittelresistenz entwickelt. Die Therapiedauer erstreckt sich über sechs Monate bis zu zwei Jahren. Eine regelmäßige Überwachung der Therapie ist erforderlich.

    Prophylaxe

    Es gibt mehrere vorbeugende Strategien. Wichtig ist es, infizierte Personen möglichst schnell zu erkennen, zu isolieren und ausreichend zu behandeln. Der Kontakt mit an offener Tb erkrankten Personen sollte gemieden werden. Zudem wirken hygienische Lebensbedingungen und die Förderung der allgemeinen Abwehrlage (gute Ernährung) vorbeugend. Für bestimmte Personengruppen steht auch eine Chemoprophylaxe mit Isoniazid zur Verfügung. Sie ist beispielsweise für Patienten gedacht, die keine Infektionsherde aufweisen, aber bei denen der Tuberkulintest nach negativen Tuberkulintests positiv ausfällt (Tuberkulinkonversion). Die Tuberkulose-Impfung wird in Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) nicht mehr empfohlen.

    med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
    Aktualisierung 05.11.2007

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