Aids und HIV-Infektion

HIV-Infektion – Die Krankheit AIDS

(Acquired ImmunoDeficiency Syndrome, bedeutet etwa: erworbenes Immundefekt Syndrom), wird durch das HI-Virus (HIV = Human Immunodeficiency Virus, bedeutet etwa: menschliches Immundefektvirus) ausgelöst. Das HI-Virus greift das menschliche Immunsystem an, das System, das eigentlich selber die Funktion hat, den Körper vor Krankheiten zu schützen.

Die Übertragung der HI-Virus kann über verschiedene Körperflüssigkeiten wie Blut, Spermien und Genitalsekrete erfolgen.

Das Virus ist auch in anderen Körperflüssigkeiten, wie Speichel, Schweiß, Urin oder Tränen erhalten, allerdings in so geringer Konzentration, die für eine Ansteckung nicht ausreicht. Der Hauptübertragungsweg der Krankheit ist der ungeschützte Geschlechtsverkehr. Das Virus kann vermutlich durch verletzte Genitalschleimhaut in den Körper eindringen.

Drogenabhängige, die Nadeltausch untereinander praktizieren, sind sehr gefährdet. Außerdem ist eine Infektion auch über Blutprodukte, sowie während der Schwangerschaft, bzw. der Geburt möglich. Vor der Ansteckung kann man sich am wirksamsten durch die Verwendung von Kondomen schützen.

Anfang der 80er Jahre trat unter homosexuellen Männern in mehreren nordamerikanischen Großstädten eine bislang unbekannte Erkrankung auf. Die Krankheit zeigte unterschiedliche Symptome. Die Untersuchungsergebnisse deuteten auf eine schwerwiegende Immunschwäche.

Die Angst vor der HIV-Infektion löste zumindest in den westlichen Industriestaaten ein neues Bewusstsein gegenüber sexuell übertragbaren Krankheiten aus, was zu einem selbstverständlicheren Gebrauch von Kondomen führte.

Inzwischen kann der Ausbruch der AIDS-Erkrankung mit Hilfe von Medikamenten um Jahre hinausgezögert und die Lebenserwartung der HIV-Positiven gesteigert werden. Dies wiederum führte zu einer Vernachlässigung des geschützten Geschlechtsverkehrs.

Zur Zeit leben mehr als 40 Millionen mit HIV infizierte Menschen auf der Erde, jährlich kommen fast fünf Millionen dazu. Seit der Ausbruch und Identifikation der Krankheit am Anfang der 80er Jahre sind mehr als 70 Millionen vom HIV betroffen. In Deutschland sind ca. 44.000 infiziert.

Symptome

Eine HIV-Infektion ist nicht gleich AIDS. Die Krankheit verläuft in mehreren Stadien. AIDS ist das Endstadium einer HIV-Infektion. Der Name AIDS fasst viele Symptome und Krankheitsverläufe zu einem Erkrankungsbild zusammen.

Die Inkubationszeit der HIV-Infektion ist sehr unterschiedlich. Ungefähr eine bis sechs Wochen nach der Infektion kommt es zu einer akuten HIV-Erkrankung. Die Symptome sind unspezifisch, am meisten ähneln sie jedoch einer Grippe.

Oft verläuft die HIV-Infektion ohne Symptome. Nach Abklingen der Erkrankung kommt eine beschwerdenfreie Zeit.

Der Ausbruch der Krankheit kann sogar mehrere Monate nach der Infektion erfolgen oder aber erst nach einem Jahrzehnt oder länger folgen. Dies hängt von mehreren Faktoren ab, wie von Lebensstil, Begleiterkrankungen oder dem Funktionieren der Therapie.

In der symptomfreien Zeit wird der Körper von dem HI-Virus bereits stark angegriffen, die Krankheit breitet sich allmählich aus.

Die Lymphknoten schwellen an, es kommt zu einer starken Gewichtsabnahme, begleitet vom Nachtsschweiß, Durchfall und Fieberschüben. Schwere Infektionserkrankungen, die bei einem gesunder Körper harmlos verlaufen werden lebensbedrohlich. Im fortgeschrittenen Stadium treten Lungenentzündung, Tumore und Krankheiten des Zentralnervensystems auf.

Diagnose

Die Erreger können erst sechs bis acht Wochen nach der Infektion mit Hilfe eines Bluttests nachgewiesen werden.

Therapie

AIDS ist bislang noch nicht heilbar, das Virus kann nicht vollständig aus dem Körper entfernt werden.

Mit Gabe von verschiedenen Medikamenten wird die Vermehrung des HI-Virus zu bremsen oder weitergehend zu verhindern versucht. Allerdings haben diese Medikamente schwere Nebenwirkungen, die wahrscheinlich selbst zur Verkürzung der Lebenszeit erheblich betragen.

Weitere Informationen über die Krankheit auf der Seite https://www.medhost.de/gesundheit-lexikon/aids.html in unserem Lexikon.

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