Fetischismus

Fetischismus lat. facticius ist die Verehrung von verschiedenen Gegenständen, Handlungen oder Körpermerkmalen zwecks sexueller Erregung.

Die Anziehung geht normalerweise nicht von der gesamten Person aus, sondern es handelt sich meistens nur um Persönlichkeitsmerkmale oder bestimmte Körperteile von Kopf bis Fuß. Es kann genauso ein Muttermal sein sowie die Vorliebe zu dicken oder schlanken, blond- oder schwarzhaarigen usw.

In der Psychologie und Psychiatrie wird der Fetischismus als sexuelle Störung bezeichnet. Ihm liegt oft ein sexuelles Minderwertigkeitsgefühl zugrunde. Der Psychologie geht davon aus, dass die Fetischisten einen ungeklärten, möglicherweise sexuell gefärbten Konflikt mit einer früher sehr wichtigen Bezugsperson in sich tragen.

Diese Person kann die Mutter oder eine andere Frau gewesen sein. Es ist aber sehr schwer eine Grenze zwischen normalem- und fetischistischem Verhalten zu ziehen.

Es sind nicht alle Fetischisten die beispielsweise die Farbe rot oder blau mögen und oft diese Farben tragen. Oder gehören Religionen, wo Gegenstände wie bei dem Buddhismus verehrt werden zum Fetischismus? Die Antwort auf diese Frage liegt im Grenzbereich.

Was kann als Fetisch dienen?

Ein Fetisch kann zum Beispiel ein Auto, Macht oder Geld sein. Im sexuellen Bereich sind Wäschestücke, Windeln, Schnuller, Schuhe, Füße, Brüste, Schürzen, Regenmäntel, Uniform und Strapse sehr verbreitet. Im Grunde genommen können aber alle Gegenstände als Fetisch dienen.

Im gewissen Sinne haben alle Menschen fetischistische Neigungen. Gefährlich wird es nur, wenn diese Neigung zwanghaft wird, für die Allgemeinheit eine Gefahr darstellt und mit Gewalt verbunden ist. Solche Gefahr kann z. B. eine Neigung zur sexuellen Erregung durch Amputation oder Verkrüppelung sein.

Dieses Problem kommt zwar selten vor, kann aber soweit gehen, dass der Fetischist sich gar nicht mehr im Griff hat und ohne professionelle ärztliche und psychologische Hilfe und Betreuung nicht geheilt werden kann.

Für eine Beziehung wirkt der Fetischismus nur dann negativ aus, wenn der Fetischist nur den Fetisch vor Augen hat und den eigentlichen Partner ganz außer Acht lässt. So fühlt sich der Partner unbeachtet, vernachlässigt und unbeliebt.

Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden.
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