Erreger, Infektionsweg

         

Erreger, Infektionsweg Themen

  • Tuberkulose
  • Infektionsweg
  • Krankheitsverlauf
  • Symptome / Diagnose
  • Therapie
  • Der Erreger ist das Mycobacterium tuberculosis oder in seltenen Fällen Mycobacterium bovis. Die Hauptinfektionsquelle sind infizierte Menschen, selten erkrankte Haustiere, wie Rinder.

    Normalerweise wird der Erreger durch Tröpfcheninfektion über die Atemwege übertragen, seltener oral (= über den Mund) durch infizierte Milch und noch seltener über die Augen oder die Haut.

    Die Ausbreitung im menschlichen Organismus geschieht über das Blut, die Lymphbahnen oder kanalikulär (= über einen kleinen Kanal), beispielsweise über das Bronchialsystem.

    Die Bereitschaft, sich mit dem Erreger anzustecken, ist auch von sozialen Faktoren abhängig. So wird eine Infektion durch beengte Wohnverhältnisse, schlechte Ernährung oder schlechte hygienische Verhältnisse begünstigt.

    Infektionsgefahr

    Nicht jeder Mensch, der mit Tuberkelbakterien infiziert ist, kann auch andere Menschen anstecken. Die Tuberkuloseherde müssen eine Verbindung nach außen haben. In der Lunge können die Herde in die Atemwege aufbrechen, bei der Nierentuberkulose können die Erreger im Urin auftreten. Diesen infektiösen Zustand der Erkrankung nennt man „offene Tuberkulose“. Nur Infizierte mit diesem Status der Erkrankung können andere Menschen anstecken. Allgemein kann gesagt werden, dass das Erkrankungsrisiko bei Menschen erhöht ist, die häufig Kontakt zu Personen mit offener Tuberkulose haben oder die unter einer geschwächten Immunabwehr leiden.

    Besonders gefährdet sind Kinder unter vier Jahren, deren Immunsystem noch nicht so ausgereift ist, als dass es sich selbst gegen den Keim wehren könnte. Problematisch stellt sich das Auftreten von Tuberkulosebakterien dar, die gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent sind. Man spricht von multiresistenten Tuberkulosebakterien (MDR). Neben den multiresistenten Tuberkuloseerregern stellen auch sogenannte extrem resistente Tuberkulosestämme (XDR) ernsthafte Probleme dar. Die Erkrankungen lassen sich kaum noch mit Antibiotika behandeln und führen bei AIDS-Patienten innerhalb kürzester Zeit zum Tod.

    med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
    Aktualisierung 05.11.2007

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