Medikamentöse Therapie Übergewicht

Medikamentöse Therapie, genauso wie operative Therapie wird nur in besonderen Fällen angewendet. Erst dann, wenn der BMI 30 erreicht oder übersteigt und die anderen Therapiemöglichkeiten, Verhaltens-, (Ernährungs-, oder Bewegungstherapie erfolglos waren. Diese Therapie ist nur eine zusätzliche Maßnahme und auf keinen Fall Diät– oder Bewegungsersatz!!! Die Medikamente dürfen nach einer gründlichen Untersuchung nur unter ärztlichen Kontrolle eingenommen werden.

Diese Medikamente werden in zwei Gruppen eingeteilt:

zentral wirksame Medikamente

~ sind Substanzen, die im Gehirn wirksam sind und Mechanismen beeinflussen, die Sättigung und Appetit steuern. Solche Medikamente unterdrücken den Hunger und führen zu einem vorzeitigen Sättigungsgefühl wie z.B. Sibutramin

peripher wirksame Medikamente

~ sind im Magen-Darm-Trakt wirksame Substanzen, die die Fettaufnahme und -verdauung hemmen wie z. B. Orlistat

Orlistat

Orlistat ist ein neues Medikament mit Fettaufnahme hemmender Langzeitwirkung. Es sorgt für die Hemmung von pankreatischen und gastrischen Lipasen im Darm. Dieses Enzym, Lipase ist Verantwortlich für die Spaltung von Triglyzeriden. Ohne diese Spaltung können die Fette vom Körper nicht vollständig verwertet und aufgenommen werden. Durch Orlistat nimmt der Körper nur 30% der Nahrungsfette auf und das restliche Fett verläßt den Körper unverdaut. Trotz Gewichtssenkung ist es kein Ersatz für eine langfristige Bewegungs- oder Ernährungstherapie. Häufig auftretende Nebenwirkungen sind Blähungen, Durchfall oder Fettstühle.

Sibutramin

Sibutramin ist ebenso wie Orlistat ein neues Medikament, aber mit appetithemmender Wirkung. Es sorgt dafür, dass im Gehirn bei der Nahrungsaufnahme Serotonin ausgeschüttet und ein vorzeitiges Sättigungsgefühl erreicht wird.

Trotz Gewichtssenkung ist es kein Ersatz für eine langfristige Bewegungs- oder Ernährungstherapie.

Häufig auftretende Nebenwirkungen sind Schlafstörungen, Bluthochdruck oder Schwindel.

 

 

Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden.
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