Behandlung (Therapie) der Virusinfektion

Bei vielen viralen Infekten können nur die Symptome gemildert werden. Der Körper muss sich selbst helfen. Unterstützend kann nur das Immunsystem gestärkt und verbessert werden.

Antibiotika helfen gegen Viren nicht, sondern nur gegen Bakterien. Spezielle antivirale Mittel (= Virostatika) zielen auf den Infektionsvorgang (bsp. Anheftung an die Zielzelle) oder sonstige Schritte bei der Virusvermehrung ab. Die Mittel zeigen oft unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen und sind bisher auf wenige Virusgruppen beschränkt. Beispiele sind:

  • Aciclovir gegen Varicella-Zoster-Viren (=Windpocken und Erreger der Gürtelrose) und Herpes-simplex-Virus („Lippenbläschen“, Genitalherpes).
  • Amantadin, Neuraminidasehemmer gegen Influenza-Virus (Grippe-Erreger),
  • Zidovudin, Didanosin u.a. gegen HIV,
  • Interferone, Ribavirin u.a. gegen Hepatitis-Viren.

Ein probates Werkzeug, um viralen Infektionen zu begegnen, ist die Impfung. Dazu werden die immunologisch wirksamen Bestandteile der jeweiligen krankheitserregenden Virusart in den Körper eingebracht. Der menschliche Organismus reagiert mit der Bildung von Antikörpern gegen den Eindringling. Die schwere Erkrankung unterbleibt, da nur der immunologisch wirksame Bestandteil des Virus injiziert wird. Der Körper hat dann die Möglichkeit Antikörper zu entwickeln ohne Krank zu sein. Bei einer tatsächlichen Infektion sind die spezifischen Antikörper gegen den Erreger schon vorhanden und der Ausbruch der jeweiligen viralen Infektionskrankheit findet nicht statt oder läuft sehr gemildert ab. Impfstoffe sind jedoch nur für wenige krankmachende Viren vorhanden (bsp. Masern, Röteln, Mumps, Hepatitis A und B, Influenza-Viren, Erreger der FSME, einige Arten von Papilloma-Viren, Rotaviren, Gelbfieber usw.). Die Industrie ist ständig bemüht neue Impfstoffe zu entwickeln.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 10.07.2010

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