Antikonvulsiva

Antikonvulsiva werden normalerweise zur Behandlung oder Verhinderung von epileptischen Krampfanfällen verwendet. Die Antikonvulsiva Carbamazepin und Phenytoin helfen jedoch auch bei neurogenen Schmerzanfällen (= Schmerzen mit nervlicher Ursache), die eine einschießende, „elektrisierende“ Komponente haben. Anwendungsgebiete sind die Trigeminus-Neuralgie, die diabetische Neuropathie, der einschießende Phantomschmerz und Nervenschmerzen nach einer Gürtelrose (Herpes zoster). Pregabalin wird bei peripheren Neuropathien eingesetzt.

Nerven leiten Reize (auch Schmerzreize) erst ab einer gewissen Schwelle weiter. Die Antikonvulsiva erhöhen diese Schwelle und steigern hemmende Einflüsse auf die Nervenaktivität in verschiedenen Arealen des Zentralnervensystems. Dabei wirken Carbamazepin und Phenytoin auf den Einstrom von Natrium in die Nervenzellen des Gehirns ein. Dieser Mechanismus ist für die Weiterleitung der Reize nötig. Die Medikamente blockieren oder Verhindern den Natriumeinstrom und unterdrücken so die Reizweiterleitung.

Unangenehme Nebenwirkungen der Neuroleptika sind Hautausschlag, ausgeprägte Müdigkeit, Schwindel, Gangunsicherheit, Übelkeit und bei Langzeitanwendungen Veränderungen des Blutbildes, Veränderung der Leberwerte sowie Herzinsuffizienz (nur Carbamazepin). Nicht auf jedes Präparat treffen alle Nebenwirkungen zu, sondern sie variieren. Ganz entscheidend für das Auftreten der unerwünschten Begleiterscheinungen ist die Dosierung. Daher wird die Dosis dieser Mittel stufenweise gesteigert.

Die Antikonvulsiva dürfen bei Reizleitungsstörungen des Herzens und Leberfunktionsstörungen sowie in der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Außerdem bestehen Wechselwirkungen mit Alkohol und Beruhigungsmitteln.

Definition: Antikonvulsiva – Wikipedia
Antikonvulsiva bei neuropathischen Schmerzen

 

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