Infektionsarten Viren

Es werden bei Viren zwei Infektionsarten unterschieden. Bei einer sogenannten zyklischen Allgemeininfektion vermehren sich die Viren an ihrer Eintrittspforte, zum Beispiel dem Darm, und gelangen dann über den Blutweg zu den Organen, an denen sie die eigentlichen Beschwerden verursachen. Dies können die Milz, Leber, Haut und das Nervensystem sein. Ein Vertreter ist zum Beispiel der Erreger der Kinderlähmung.

Andere Viren verursachen dagegen nur lokale Infektionen, die sich am Atem- oder Darmtrakt, den Augen oder den Hirnhäuten manifestieren. Typische Vertreter sind die Schnupfenerreger, die echte Grippe und Darminfektionen durch Viren (Rotaviren, humane Adenoviren).

Eine Besonderheit stellen die Herpes-Viren dar, welche juckende Bläschen an den Lippen (Herpes labialis) oder an der Schleimhaut des Urogenitaltraktes (Herpes genitalis) auslösen. Die Symptome gehen nach erfolgreicher Immunabwehr des infizierten Menschen zurück, jedoch verbleiben (= persistieren) die Viren in sensiblen Nervenzellen.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 5.11.2007

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