Begünstigende Faktoren und Körperreaktion

Äußere Faktoren, welche das Auftreten einer Unterkühlung begünstigen, sind: Wind, Nässe, Kälte, unangemessene Kleidung und die Dauer, mit der diese Größen auf den Betroffenen einwirken. Zudem spielen auch Faktoren, wie der individuelle Trainingszustand, Vorerkrankungen (alte Frostschäden) oder der individuelle Körperzustand (Fettpolster), eine Rolle.

Der menschliche Körper reagiert auf längere Kälteexposition und das Absinken der Körpertemperatur mit unterschiedlichen Strategien. Zum einen wird die Wärmeproduktion erhöht (-> Kältezittern), zum anderen wird auch die Wärmeabgabe reduziert.

Der Kältereiz verursacht ein Zusammenziehen der peripheren Blutgefäße. Dies führt zu einer geringeren Durchblutung an den Armen und Beinen. Das Blut versorgt nun vorwiegend den Köperstamm. Diesen Vorgang nennt man Kreislaufzentrierung. Er kommt beispielsweise auch bei einem Schock vor. Lebenswichtige Organe werden so geschützt, lokale Erfrierungen jedoch in Kauf genommen.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 5.11.2007

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