Symptome der Wespenallergie (Wespengiftallergie, Wespenstichallergie)

Die Symptomatik der Wespengiftallergie ist vielfältig.

Als normale Abwehrreaktion auf einen Stich gilt eine schmerzende, gerötete Schwellung um die Einstichstelle, die nicht größer als einige Zentimeter ist und innerhalb weniger Stunden wieder abklingt. Die örtliche Reaktion muss nicht unbedingt durch einen Arzt behandelt werden.

An eine allergische Komponente sollte gedacht werden, wenn die rötende Schwellung zehn Zentimeter und größer ist und bis zu 24 Stunden anhält. Bei 50% der Patienten lassen sich in diesem Fall Antikörper gegen das Wespengift nachweisen.

Allergische Reaktionen, die nicht nur die unmittelbare Nähe der Einstichstelle betreffen, sondern auch den ganzen Körper einbeziehen, sind systemische Reaktionen. Je nach Schwere werden hier unterschiedliche Stufen unterschieden. Von einer mittelschweren Allgemeinreaktion spricht man, wenn vorwiegend die Haut und der Magen-Darm-Trakt betroffen sind. Es kommt zu ausgedehnten Hautrötungen und Quaddelbildung (Urtikaria), die Lippen und der Lidbereich können angeschwollen sein. Zudem treten Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe und Durchfall auf. Auf jeden Fall sollte bei Auftreten dieser Krankheitsbeschwerden ein Arzt aufgesucht werden.

Bei schweren allergischen Reaktionen werden die Atemorgane vermehrt in Mitleidenschaft gezogen oder das Herz-Kreislaufsystem ist in erhöhtem Maße involviert. Charakteristisch sind Atemnot und pfeifende Atemgeräusche (Stridor, Giemen) sowie Blutdruckabfall, Herzrasen, starke Schwäche, Todesangst und spontaner Abgang von Stuhl und Urin. Schließlich kann es zum Vollbild eines anaphylaktischen Schocks mit Bewusstlosigkeit, Zyanose und Herzstillstand kommen. Ein Notarzt muss sofort verständigt und der Patient im Krankenhaus behandelt werden.

Daneben können bei einer allergischen Reaktion – unabhängig von ihrer Schwere – auch noch eine ganze Reihe von subjektiven Beschwerden auftreten. Dazu zählen: Juckreiz, Kopfschmerz, Hitzegefühl, Angst, Benommenheit, Schwindel und Kribbeln.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 5.11.2007

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