Diagnose der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit

Bei der Befragung zur Krankengeschichte sind vor allem folgende Punkte wichtig:

  • Sind bereits Embolien, Thrombosen, ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt aufgetreten?
  • Bestehen Herzerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen?
  • Litt der Patient bereits unter einer arteriellen Verschlusskrankheit?
  • Bestehen die typischen belastungsabhängigen Beschwerden? Wenn ja, wie lange?
  • Wurden bereits gefäßchirurgische Eingriffe (Stent, Ballondilatation, Bypass) oder Lyseversuche (=Auflösung) von Gerinnseln durchgeführt?
  • Wie lange bestehen die Schmerzen bereits?
  • Leidet der Patient unter Diabetes, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen?
  • Ist der Betroffene Raucher oder werden Ergotamine (bestimmte Migränemittel) genommen?

Bei der körperlichen Untersuchung tastet der behandelnde Arzt die Leisten- und Beinpulse.

Dabei sind fehlende Pulse ein Zeichen eines akuten Verschlusses. Temperatur und Farbe der beiden Beine werden verglichen, Sensibilität (bsp. Druck- und Schmerzempfinden) sowie die Bewegungsfähigkeit werden überprüft.

Einseitige Blässe und Abkühlung deuten auf die PAVK hin. Zudem geben Hautnekrosen, offene Hautstellen und Operationsnarben weitere Anhaltspunkte.

Ein genaues Bild über den Zustand der Gefäße kann sich der Arzt mit weiterführenden apparativen Untersuchungsmethoden machen. Dazu dient die Dopplersonographie und die Angiographie.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 3.9.2007

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