Unterkühlung – Hypothermie (engl. hypothermia)

Eine erniedrigte Körpertemperatur (Unterkühlung) entsteht, wenn starke Wärmeverluste durch die körpereigene Wärmeregulation nicht mehr ausgeglichen werden können.

Die Körperkerntemperatur sinkt bei einer Unterkühlung auf unter 36?C ab. Unterkühlungen bei Erwachsenen sind ein eher seltenes Erkrankungsbild und kommen besonders bei Berg- oder Ertrinkungsunfällen in unterschiedlichen Schweregraden vor.

Ein größeres Problem stellt die erniedrigte Körpertemperatur in der Kinderheilkunde dar. Neugeborene und speziell Frühgeborene sind durch ihre unreife Wärmeregulation gefährdet und müssen vor einer Hypothermie unter 34?C geschützt werden.

Formen der Hypothermie (Unterkühlung)

Es werden drei Formen der Hypothermie unterschieden:

  • Unternormale Körpertemperatur (Untertemperatur): Hierbei handelt es sich um eine Störung der Wärmeregulation. Sie ist beispielsweise auf eine Schilddrüsenunterfunktion, starke körperliche Erschöpfung sowie extreme Unterernährung (Kachexie) zurückzuführen. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache.
  • Akzidentelle (= zufällige) Unterkühlung: Kälteeinflüsse sind die Ursache der Unterkühlungserscheinungen. Häufige Gründe sind der Sturz in eiskaltes Wasser oder Bergunfälle. Eine schnelle richtige Erste Hilfe kann in diesem Fall lebensrettend sein. Daher wird auf diese Form der Hypothermie im Weiteren besonders eingegangen.
  • Kontrollierte Hypothermie: Diese therapeutische Methode setzt man in der Herzchirurgie oder bei Transplantationen ein. Die Abkühlung des Köpers wird durch Medikamente herbeigeführt, welche die Wärmeregulation ausschalten. Die Stoffwechselvorgänge und Reflexe werden verlangsamt. Die kurzfristige Unterbrechung der Blutzufuhr zu lebenswichtigen Organen kann so erfolgen.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 5.11.2007

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