Trikuspidalklappenfehler

         

Trikuspidalklappenfehler Themen

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  • Hier ist der Blutfluss zwischen der rechten Herzvorkammer und rechter Herzhauptkammer beeinträchtigt. Bei stärkeren Beeinträchtigungen kommt es zu einem Rückstau des Blutes in die Lebervenen. Die Leistungsfähigkeit des Herzens (= Herzminutenvolumen) ist herabgesetzt. Bei einer Trikuspidalklappenstenose erweitert sich die rechte Vorkammer, bei einer Insuffizienz die rechte Hauptkammer.

    Leichte Formen der Erkrankung bemerkt der Betroffene kaum. Die charakteristischen Symptome einer schweren Insuffizienz sind Beinödeme, Leber- und Halsvenenstauung und Herzrhythmusstörungen (Herstolpern und Herzrasen). Bei Kindern finden sich zu dem eine Entwicklungsverzögerung und Wachstumsstillstand. Vor allem abwehrgeschwächte Patienten (Dialysepatienten, Drogenabhängige mit intravenöser Zufuhr und Alkoholiker) erwerben diesen Herzklappenfehler durch eine bakterielle Besiedlung der Klappe.

    Behandelt wird mit Diuretika, um dem Körper Wasser zu entziehen und die Blutvolumenmenge zu reduzieren. Die medikamentöse Therapie kann auch die Gabe von Antiarrhythmika, ACE-Hemmer und Gerinnungshemmern umfassen. Ist die Stenose weiter fortgeschritten kann eine Aufweitung mittel Ballondilatation erfolgen, eventuell muss die Klappe mit körpereigenen Materialien rekonstruiert werden. Auch ein Klappenersatz ist möglich. Die operative Behandlung wird nur selten durchgeführt.

    Die Folge einer chronischen schweren Trikuspidalklappenerkrankung kann eine Leberzirrhose sein.

    med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
    Aktualisierung 27.10.2007

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