Epidurale Neurostimulation bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit

Die epidurale Neurostimulation (SCS = spinal cord stimulation) ist vor allem für Patienten geeignet, bei denen operative Methoden zur Wiederherstellung der Gefäßdurchblutung nicht mehr geeignet sind. Es sind dies besonders Verschlüsse der Unterschenkel und der Fußarterien bei älteren Menschen.

In vielen Fällen besteht hier ein hohes Operationsrisiko und Folgekomplikationen sind zu erwarten. Die positiven Effekte der Neurostimulation sind eine signifikante Schmerzlinderung, die durch eine verbesserte Mikrozirkulation zu Stande kommen soll und ein rasches Abheilen der Geschwüre (= Ulzera).

Bei dieser Methode wird ein kleines, Gerät unter die Haut implantiert, das über spezielle Kabel elektrische Impulse an das Rückenmark sendet. Die Schmerzleitung im Rückenmark wird dadurch verändert, die Schmerzen werden gelindert oder beseitigt. Bisweilen tritt an ihre Stelle ein Kribbeln im Schmerzgebiet. Die Stimulationsstärke und -dauer ist vom Patienten individuell kontrollierbar.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 3.9.2007

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