Minipille

Die Minipille ist ein hormonelles Verhütungsmittel für die Frau. Die Minipille enthält kein Östrogen und nur in minimaler Konzentration Gestagen. Die Minipille bewirkt eine Veränderung des Zervixschleims, so dass die Samenzellen nicht in die Gebärmutter gelangen können.

Außerdem baut sich die Gebärmutterschleimhaut nicht richtig auf, damit sich dort die befruchtete Eizelle nicht einnistet. Die Minipille hemmt nicht generell den Eisprung, nur die „neue Minipille“.

Der Pearl-Index der Minipille liegt zwischen 0,8 und 3.

Minipille Anwendung

Im Gegensatz zur Pille muss die Minipille jeden Tag um die gleiche Uhrzeit (bis auf zwei Stunden Unterschied) eingenommen werden. Wird dies jedoch vergessen, so besteht für die nächsten 14 Tage kein Schutz mehr. In diesem Fall muss auf andere Verhütungsmittel (z.B. Kondome) zurückgegriffen werden.

Die Minipille wird jeden Tag, ohne Pause auch während der Monatsblutung eingenommen. Dadurch kann sich die Regel verändern, häufig bleibt sie ganz aus.

Vorteile der Minipille

Mit der Minipille können junge Mütter während der Stillzeit verhüten. Sie ist für Frauen über 40 geeignet, wie auch für diejenigen, die keine Östrogene vertragen.

Sogar Raucherinnen können die Minipille einnehmen. Das Liebesspiel wird nicht unterbrochen und die Minipille erlaubt spontanen Geschlechtsverkehr.

Nachteile der Minipille

Die Minipille greift in den natürlichen Zyklus der Frau ein. Sie wirkt erstmals 14 Tage nach dem ersten Einnahmetag. In den ersten Monaten können Zwischenblutungen auftreten. Die Frau muss an die tägliche, zeitgenaue Einnahme der Minipille denken.

Medikamente, vor allem Antibiotika, können die Wirkung der Minipille teilweise oder ganz aufheben. Die Wirkungsstoffe der Pille werden durch den Magen-Darm-Takt ins Blut aufgenommen. Daher kann Erbrechen oder Durchfall die Sicherheit beeinträchtigen.

Die Minipille schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden.
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