Behandlung (Therapie) der Wespengiftallergie

Die erste Maßnahme nach einem Wespenstich ist die schnellstmögliche Entfernung des Stachels (Fingernagel, Pinzette), Kühlung des Stichs und Auftragen von abschwellenden Salben.

Menschen, die von ihrer Allergie wissen, sollten immer ein Notfallset mit sich führen. Es enthält ein Antihistaminikum (Tropfen, Tabletten), ein Kortisonpräparat (Tropfen, Spray) und Adrenalin (Spritze, Inhalat). Bei entsprechender Symptomatik können die Patienten durch selbstständige Einnahme und Injektion schwerste Komplikationen verhindern.

Eine ursächliche Therapie ist die sogenannte Hyposensibilisierung. Hierbei wird der Körper an das Insektengift „gewöhnt“. Zu den genauen Modalitäten dieser Methode lesen Sie bitte im Allergieportal unter Insektenstiche.

Vorbeugung Wespengiftallergie

Jedem Wespengiftallergiker ist dringend zu empfehlen, die Stiche durch die Insekten zu vermeiden. Hierzu gibt es eine Reihe von Verhaltensmaßregeln, die beachtet werden sollten:

  • Verzehren Sie im Freien keine Speisen oder süßen Getränke.
  • Vorsicht beim Pflücken von Obst oder Blumen!
  • Halten Sie sich im Freien nicht im Bereich von blühenden Blumen, reifem Fallobst oder Abfallkörben auf.
  • Vorsicht bei Gartenarbeiten!
  • Laufen Sie im Sommer nie barfuß! Bienen bevorzugen den Aufenthalt im Klee, und viele Wespen leben in Bodenlöchern.
  • Sorgen Sie dafür, dass die Haut durch Kleidung möglichst bedeckt ist, und Insekten nicht unter die Kleidung gelangen können (lange Ärmel, lange Hosen, Hut).
  • Meiden Sie weite, flatternde Kleider, schwarze Stoffe und farbige Blumenmuster.
  • Schweiß lockt Insekten an, vermeiden Sie also körperliche Anstrengungen im Freien.
  • Verwenden Sie keine Parfüms oder parfümierte Kosmetika.
  • Verwenden Sie Insektennetze vor Ihren Fenstern.
  • Vermeiden Sie hastige Bewegungen in der Nähe von Insekten und schlagen Sie nicht nach ihnen.
  • Wenn Sie trotz allem gestochen wurden, entfernen Sie bitte sofort den Stachel, indem Sie ihn mit dem Fingernagel wegkratzen.
  • Tragen Sie immer ein Notfallset (Kortison, Adrenalin, Antihistaminikum) bei sich und wenden Sie es an, wenn sie gestochen wurden.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 5.11.2007

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