Krankheits – Symptome – Herpes Zoster (Gürtelrose)

Die Gürtelrose beginnt mit brennenden, juckenden, reißenden Dauerschmerzen im Bereich der befallenen Nerven. Charakteristisch sind Sensibilitätsstörungen. So verursachen schon leichte Berührungen der Haut – in den von den befallenen Nerven versorgten Hautgebieten (= Dermatomen) – starke Schmerzen. Diese Empfindungen werden durch kurze, einschießende Schmerzattacken überlagert. Einige Tage später bilden sich dann die typischen Hauterscheinungen – rote Flecken und Pusteln, die mit klarer bis gelblicher Flüssigkeit gefüllt sind (Achtung! Die Flüssigkeit enthält Viren und ist ansteckend). Diese so genannten Effloreszenzen gehen nach circa 2 – 4 Wochen zurück, das heißt, die Bläschen verkrusten und die Krusten fallen schließlich ab. Zurück bleibt eine Haut, die etwas heller oder dunkler pigmentiert ist, als vor der Erkrankung.

 

Da der Ausschlag auf das Hautareal beschränkt ist, das von einem befallenen Nerv versorgt wird, finden sich die gruppenförmig angeordneten Pusteln meist nur in einer Köperhälfte. Sie breiten sich vom Rücken nach vorn aus. Fieber und Abgeschlagenheit sind in dieser Krankheitsphase häufig anzutreffende Begleitsymptome. Lymphknotenschwellungen kommen gelegentlich vor. Mit dem Verschwinden des Ausschlags vergehen für gewöhnlich auch die Nervenschmerzen. Bei einem Teil der Patienten werden die Nervenschmerzen jedoch chronisch. Man spricht dann von einer Post-Zoster-Neuralgie (PZN). Ihr Auftreten wird durch das Ausmaß der akuten Gürtelrose und vor allem durch das Alter des Patienten begünstigt.

 

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 12.07.2007

Postzosterische Neuralgie (PZN) – Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V.
Hygienemaßnahmen bei Windpocken (Varizellen) und Zoster (Gürtelrose)
 

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