Komplikationen Akupunktur

Die Komplikationsmöglichkeiten bei der Akupunktur können als äußerst gering eingestuft werden. Mögliche Komplikationen sind meist auf die ungenügenden technischen Fertigkeiten und Kenntnisse des Akupunkteurs zurückzuführen. Beschriebene Organverletzungen (bsp. Pleurapunktion) haben ihre Ursachen darin. Infektionen sind bei Verwendung von Einmalnadeln sehr selten. Bei Punktionen im Bereich des Ohrknorpels muss vor der Akupunktur mit einem Hautdesinfektionsmittel gearbeitet werden. Ohrnadeln sollten nur nach genauer Aufklärung und unter guter Beobachtung verwendet werden. Bei ungefähr 5% der Patienten kommt es während der Sitzung zu Blutdruckabfall und Kreislaufschwäche. Daher muss der Patient vom Therapeuten genau beobachtet und der Puls kontrolliert werden. Kopftieflagerung und kreislaufwirksame Medikamente können der Kreislaufreaktion entgegenwirken.

 Als kritisch wird der Einsatz der Akupunktur in folgenden Fällen gesehen:

  • Gerinnungsstörungen: hier erfolgt eine enge Indikationsstellung, die Nadeln dürfen nicht so tief eingestochen werden;
  • schwere Herzkrankheiten: Der plötzliche Blutdruckabfall kann negative Auswirkungen haben.
  • Schwangerschaft: In der Literatur wird der Einsatz der Akupunktur in der Schwangerschaft kontrovers diskutiert. Es gibt Hinweise darauf, dass es eventuell zu einer vorzeitigen Wehentätigkeit kommen kann. Bestimmte Akupunkturpunkte sollten in der Schwangerschaft auch nicht genadelt werden. Der Akupunkteur sollte über Spezialkenntnisse verfügen.

Nicht angewendet werden sollte die Methoden, wenn:

  • der Patient unter schweren Bewusstseinstörungen leidet;
  • der Betroffene die Methode völlig ablehnt und nicht mitarbeiten will;
  • der Akupunkteur die Vermutung hat, dass die Behandlung auch zu einer Verschlechterung der Beschwerden führen kann.

Gibt es Nebenwirkungen der Akupunktur?

 

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