Gesundheit Lexikon
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Trichomoniasis

Trichomoniasis ist eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit, die durch den Parasiten Trichomonas vaginalis verursacht wird. Ungefähr zehn Prozent der Frauen sind von der Krankheit betroffen. Die Übertragung erfolgt durch Geschlechtsverkehr aber auch durch gemeinsam benutzte Handtücher, infektiöse Schwämme oder durch Badewasser. Der Übertragung durch sexuelle Kontakte kann mit Kondomen vorgebeugt werden. Bleibt die Krankheit ohne Symptome - vor allem bei Männern -, können die Erreger unbemerkt an die Partner weiter gegeben werden.

Symptome

Von der Krankheit sind häufiger Frauen betroffen. Das bewegliche Geißeltierchen Trichomonas vaginalis besiedelt die Vagina. Ein paar Tage nach der Ansteckung entzündet sich die Scheide. Die Entzündung kann sich später auf den Muttermund ausbreiten. Es kommt zum Juckreiz und Brennen, begleitet von einem gelblich-grünen, schaumigen und unangenehm riechenden Ausfluss. Breitet sich die Entzündung auf die Harnröhre und Harnblase aus, schmerzt es beim Wasserlassen und es kommt zu einem häufigen Harndrang. Es können auch Schmerzen beim Geschlechtverkehr auftreten. Die Krankheit verläuft oft ohne Symptome, vor allem wenn die Erkrankung chronisch wird.

Die Erreger kommen auch bei Männern vor, an den Schleimhäuten der Genitalien und an den Harnwegen. Es entzündet sich die Eichel und die Vorhaut. Bei Männern verläuft die Krankheit meistens ohne Symptome. Kommt es zu Beschwerden, dann sind die Symptome ähnlich wie bei den Frauen: Jucken, Schmerzen, ein milchig-weißlicher Ausfluss, ein häufiger Harndrang und schmerzhaftes Urinieren. Die Erreger können sich auf die Harnblase, die Prostata und die Nebenhoden ausbreiten.

In dem Darm können sich diese Parasiten nicht vermehren, daher ist eine Infektion durch Analverkehr praktisch nicht möglich.

Diagnose

Die Krankheitserreger können durch einen Abstrich aus der Scheide oder der Harnröhre mit einer mikroskopischen Untersuchung nachgewiesen werden. Die Krankheit tritt oft in Kombination mit anderen Krankheiten wie Gonorrhoe oder Chlamydien auf.

Therapie

Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika. Der Partner muss mitbehandelt werden. Die Heilungschancen sind gut. Bis zur vollständigen Heilung sollte auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden.


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