Gesundheit Lexikon
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Narbenkorrektur

Nach Unfällen, vor allem solche mit Verbrennungen oder Operationen bleiben häufig sichtbare Narben zurück. In der westlichen Kultur wird eine makellose Haut angestrebt. Hautunebenheiten und Narben sind verpönt. Personen mit sichtbaren Narben leiden deswegen häufig unter geringerem Selbstbewusstsein.

Die Narbenbildung ist sehr individuell und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie von der Art und Umfang der Narbe, der Farbe der Haut, und schließlich bei Rauchern von der Menge des konsumierten Tabaks. Auch verschiedene Krankheiten, wie z.B. Diabetes oder Durchblutungsstörungen können die Heilung der Haut negativ beeinflussen. Die nach Operationen zurückgebliebene gerade geschnittene Narben sind leichter zu korrigieren als die z.B. durch Unfälle oder Verbrennungen entstehenden unregelmäßigen Narben.

Eine Narbenkorrektur ist erst sinnvoll, wenn die Narbe nicht mehr aktiv, die Narbenbildung bereits abgeschlossen ist. Diese dauert etwa sechs Monate. Ansonsten entstehen wieder neue Narben. Manche Körperregionen sind für die Narbenbildung sehr empfindlich (z.B. der Dekolleteebereich).

Narbenkorrekturen können mit operativen und mit nicht operativen Techniken durchgeführt werden.

Nicht operative Behandlungen erfolgen mit Silikongel, aufgetragen üblicherweise in Form einer Folie oder als flüssiges Gel. Sie müssen mindestens 10 Stunden am Tag getragen werden. Die ersten Ergebnisse sind erst nach einem halben Jahr sichtbar.

Peeling wird vor allem bei kleinen Narben eingesetzt. Hierbei wird die obere Hautschicht abgelöst und dies regt die Hautzellen zur Regenerierung an.

Es gibt mehrere Methoden der operativen Narbenkorrektur, je nach Art und Umfang der Narben.

Den eingesunkenen Narben fehlt es praktisch an Gewebe, wodurch eine Delle oder ein Loch in der Haut entsteht. Hier kann mit Unterspritzung nachgeholfen werden. Häufig wird Eigenfett untergespritzt. Diese Korrektur hat aber den Nachteil, dass Eigenfett vom Körper abgebaut wird. Dauerhafte Ergebnisse kann man mit anderen Materialien, wie z.B. mit Artecoll, also mit künstlichem Kollagen erreichen.

Im Gegensatz zu den eingesunkenen Narben hat sich bei den erhabenen Narben zu viel Gewebe gesammelt. Ein Keloid ist eine Wulstbildung, die häufig nach Operationen zurückbleibt. Es kann sich aber auch spontan von alleine bilden. Die Beseitigung von Keloiden ist oft schwierig, und häufig sind verschiedene Behandlungen bis zur Heilung erforderlich. Nach einem erfolgreichen operativen Eingriff könnte sich sogar ein neues, noch größeres Keloid bilden. Die spontan entstandenen Keloide können sich wiederum mit der Zeit wieder zurückbilden.

Mit den verschiedenen Lasertechniken lassen sich Aknenarben erfolgreich behandeln. Hierbei verbrennen die Hautschichten und die Zellen sterben ab. In der Behandlung werden häufig mehrere Lasertechniken miteinander kombiniert. Bei starken und wulstigen Narben ist eine Laserkorrektur nicht sinnvoll. Bei diesen kann eine kosmetische Nachttechnik hilfsreich sein.

Die chirurgische Behandlung kann Narben verkleinern oder glätten. Hierbei wird das Narbengewebe herausgeschnitten und mit Eigenhautlappen neu bedeckt. Ein anderes Verfahren nimmt das Narbengewebe heraus und vernäht die Wunde mit einer speziellen Technik neu.

Da die Narbenbildung sehr individuell ist, erfordert dies vor einer Behandlung ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Chirurgen, in welchem auch die Grenzen und Risiken der Behandlung erläutert werden.


Schönheitschirurgie

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