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Kortisonpräparate

Kortisonpräparate, die auch als Kortikosteroide bezeichnet werden, können in folgenden Fällen zusätzlich zu Schmerzmitteln verordnet werden: bei Schmerzen, die von Tumoren und deren Metastasen verursacht werden, bei chronisch entzündlichen Schmerzen, wie Arthritis, und bei Nervenkompressionsschmerzen, also Schmerzen, die durch Zusammendrücken der Nerven entstehen. Die Wirkstoffe, die eingesetzt werden, sind beispielsweise Dexamethason und Prednisolon.

Die Präparate vermindern den Druck auf das Nervengewebe, der durch vermehrte Flüssigkeitsansammlungen um einen Nerv oder eine Nervengruppe entsteht (= Reduktion des perineuralen Ödems) und tragen so zur Schmerzlinderung bei. Die Nebenwirkungen der Kortisonpräparate sind Appetitsteigerung, Gewichtszunahme und Stimmungsaufhellung. Diese Wirkungen werden von Tumorpatienten meist positiv gesehen.

Eine weitere Nebenwirkung, auch bei kurzfristiger Anwendung, ist die Erhöhung des Blutzuckerspiegels und Schlafstörungen. Bei mittelfristiger Gabe der Präparate begünstigen sie die Entstehung der Osteoporose (=Knochenschwund) und erhöhen das Risiko von Magen-Darm-Geschwüren, wenn gleichzeitig mit Nicht-Steroidalen-Anti-Rheumatika behandelt wird

Angewendet werden dürfen die Kortisonpräparate keinesfalls bei akuten Infekten, Diabetes mellitus, Augenproblemen (Katarakt oder Glaukom), Magen-Darm-Geschwüren und Thromboseneigung.


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