Gesundheit Lexikon
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Reiki

Reiki (gesprochen ree ki) ist ein Behandlungsverfahren, bei dem die Lebensenergie aktiviert, verstärkt und übertragen wird. Ziele sind die Stärkung des Wohlbefindens, die Vorbeugung und Therapie von Krankheiten und die Erlangung eines höheren Bewusstseins. Eine Reiki-Technik ist das Handauflegen auf bestimmte Körperstellen (Chakren = Energiezentren). Reiki wird bei funktionellen und psychischen Problemen eingesetzt.

Ursprünge des Reiki

Reiki ist japanischen Ursprungs. Der Begriff „Reiki“ setzt sich aus den Wörtern „Rei“ = Geist, Seele, Gott und „Ki“ = Lebensenergie zusammen. Die Übersetzung lautet „universelle Lebensenergie“ oder „Kraft der Sonne“.

Als Begründer der Reiki-Methode gilt der japanische Gelehrte Sensei Mikao Usui (1865 – 1992). Er entdeckte 2 500 Jahre alte Sanskrit-Schriften wieder. Sie beinhalteten Anweisungen zur Heilung durch Handauflegen.

Heutzutage gibt es in der westlichen Kultur drei große Richtungen des Reiki: das Usui-System, also das klassische japanische Reiki, ein aktives Reiki nach Eckehard Strohm, das sogenannte Arolo-System und das authentische Reiki nach Barbara Ray.

Grundsätzliche Anschauung

Die Grundlage des Reiki ist die Anschauung der universellen Lebensenergie, die alles durchströmt. Sie fließt auch zwischen den sogenannten Chakren. Damit meint man sieben Energiezentren in der Körpermitte.

Krankheiten oder seelische Probleme werden durch Energieblockaden ausgelöst. Der Fluss der Lebensenergie – auch zwischen den Chakren - ist gestört.

Durch Handauflegen wird die fehlende Lebensenergie auf einen anderen Menschen übertragen, wobei besonders die Chakren mit Energie versorgt werden müssen. Blockaden werden somit abgebaut und der Mensch mit sich selbst, seinen Zielen und seinen Bedürfnissen in Einklang gebracht.

Der Behandler dient nur als Vermittler der universellen Lebensenergie, seine Hand als Kanal. Er wird bei der Behandlung selbst nicht geschwächt. Vielmehr geht auch er positiv gestärkt aus der Behandlung hervor.

Behandlung

Ein herkömmliches diagnostisches Vorgehen findet bei einer Reiki-Sitzung nicht statt. Der Behandelnde erspürt allein durch Handauflegen die Energiezustände der zu behandelnden Person.

Nach einem kurzen Vorgespräch erfolgt die Therapie auf einer Liege. Beengende Kleidung sollte gelockert, Armbänder, Uhren oder Halsketten abgelegt werden.

Der Behandelnde wird zugedeckt und liegt bequem. Ab diesem Zeitpunkt muss er nichts mehr machen.

Nach einer kurzen Einstimmung legt der Behandler in etwa 3-minütigem Abstand die Hände auf mehrere Kopf- und Körperstellen (Hals, Brustkorb und Unterbauch). Wird die Berührung durch die Decke als zu unangenehm empfunden, so kann der Behandler seine Hände auch in etwa 15 Zentimeter Höhe über Körperstellen halten.

Die Sitzung dauert ungefähr eine Stunde. Danach sollte der Behandelte noch etwas ruhen und viel Wasser trinken.

Während der Reiki-Behandlung kann man ein Wärmegefühl oder Kribbeln wahrnehmen.

Eine weitere Technik des Reiki ist die Sendung von Energie an entfernte Personen (Ferndiagnose, Fernheilung).

Anwendungsbereiche Reiki

Reiki dient der Entspannung und dem Stressabbau.

Ein breites Spektrum an Erkrankungen soll durch diese Methode positiv beeinflusst werden. Dazu zählen u. a.: Angst-, Erschöpfungs- und Schmerzzustände (bsp. Migräne), Depressionen und Schlafstörungen.

Über die Frage, wer diese Methode anwenden kann, existieren – je nach Literatur – unterschiedliche Meinungen. Zum einen wird der Standpunkt vertreten, dass die Reiki-Behandlung unabhängig vom körperlichen oder psychischen Leiden durchgeführt werden kann und völlig nebenwirkungsfrei ist.

Andere raten von der Behandlung bei psychischen Erkrankungen ab.

Wirksamkeit von Reiki

In Bezug auf die Wirksamkeit des Reiki kann man nur von Hinweisen auf positive Effekte bei bestimmten Erkrankungen (bsp. Depressionen) sprechen. Wissenschaftliche unabhängige Studien sind derzeit nicht verfügbar.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 19.05.2009


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