Gesundheit Lexikon
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Entzündungen des Tränensacks (Dakryozystitis)

Vor allem bei Neugeborenen kommt es häufig zu Entzündungen des Tränensacks (manchmal auch Schmierauge genannt). Eines oder beide Augen tränen, manchmal sind kleine Eiterflöckchen am inneren Augenkanal zu sehen. Bei der akuten Form der Erkrankung kann auch eine ausgedehnte entzündliche Schwellung der Tränensackumgebung auftreten.

Die Ursache der Erkrankung ist eine Verlegung des Tränensack-Ausgangs oder des Tränen-Nasen-Gangs. Bei Neugeborenen kann auch ein Häutchen im Bereich des Tränen-Nasen-Gangs zu einem Verschluss führen. Die Tränenflüssigkeit kann nicht abfließen und staut sich. Bakterien können sich ansiedeln und eine Entzündung des Tränensacks verursachen.

Bei einem Verdacht auf eine Tränensackentzündung sollten Sie immer den Arzt aufsuchen.

Folgende Maßnahmen wird der behandelnde Arzt ergreifen:

  • Er wird den eventuell vereiterten Tränensack ausdrücken, um den Verschluss des Tränenkanals zu beseitigen und um den Tränenfluss in Gang zu bringen.
  • Er wird Sie einweisen, wie Sie den Tränensack vorsichtig in Richtung der Tränenpünktchen massieren können, damit der Eiter abfließen kann.
  • Er wird, wenn nötig, antibiotische Augentropfen gegen die Infektion verschreiben.

Sie können Ihrem Kind auch noch auf folgende Weise helfen:

  • Massieren Sie täglich nach ärztlicher Instruktion den Bereich des Tränensacks und der Tränenkanäle.
  • Waschen Sie Ihrem Kind nach dem Aufwachen mit abgekochtem, lauwarmem Wasser die Augen. Verwenden Sie für jedes Auge jeweils einen nicht fusselnden Einmalwaschlappen.

Bei Säuglingen löst sich bis zum sechsten Lebensmonat der Verschluss der Tränenwege meist von selbst. Sollte die Tränensackentzündung trotz Behandlung nicht abklingen, stellen Sie Ihr Kind einem Augenarzt vor. Er wird entscheiden, ob die Tränenwege gespült und sondiert werden müssen. Der Eingriff wird meist unter Kurznarkose in einer Augenklinik durchgeführt. Danach wird noch einige Tage mit Schleimhaut abschwellenden Augentropfen therapiert.


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