Gesundheit Lexikon
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Therapie Operation

Grundsätzlich ist eine Operation zur Vermeidung von Impotenz aufgrund neuster medikamentöser Therapieformen heutzutage nur noch selten nötig. Trotzdem ist oft eine Operation als letzter Ausweg für eine Wiederherstellung der Potenz zu sehen. Die Hauptindikation ist eine massive organische Schädigung bei der keine der anderen Therapien durchführbar ist. Es entscheiden sich aber auch Patienten für eine Operation, die andere therapeutische Methoden nicht vertragen oder durchführen wollen. Der Anteil operativer Methoden liegt heute bei ca. 5% der Fälle.

Ziel einer Operation ist die Wiederherstellung der Erektionsfähigkeit. Es gibt verschiedene Operationsmethoden wie z.B gefässchirurgische OP, Implantate, rekonstruktive OP. Die Entscheidung zur Operation muss gut überlegt sein, da es keine Möglichkeit gibt den Zustand vor der OP wiederherzustellen.

Arterielle Operationen
Es wird wie bei einer Bypassoperation am Herzen der arterielle Zustrom verbessert. Durch Erhöhung des Bluteinstroms werden die Schwellkörper mit mehr Blut versorgt und die Erektionsfähigkeit verbessert. Die Erfolgsraten sind in der Literatur sehr schwankend beschrieben, ca. 25 bis 80%. Die Langzeitergebnisse sind teilweise sehr enttäuschend (Revaskularisationschirurgie).

Venöse Operation
Es kann sein, dass der Grund einer Impotenz an einem venösen Leck liegt (venöse Leckagen). Bei der operativen Therapie wird dieses Leck durch Unterbindung oder Entfernung von nicht mehr funktionsfähigen Venen geschlossen. Man kann die Venen auch verkleben oder eine Embolisation (künstliches verstopfen) versuchen. Auch hier gilt aber, dass die Langzeiterfolge nicht besonders gut sind. Die Erfolgsquote liegt im 1. Jahr bei 20 bis 80% wobei nach dem 1. Jahr zu einer deutlichen Abnahme des Erfolges kam.

Penisimplantate
Diese Methode wird heute nur noch sehr selten angewendet. Die Operation kann nicht mehr Rückgängig gemacht werden. Es wird eine Prothese in den Penis eingesetzt um die Erektion künstlich aufrechtzuerhalten. Bei dem Eingriff werden viele Strukturen geschädigt oder komplett entfernt. Es gibt die einfacheren biegsamen Implantate die wenig Störanfällig und einfach in der Handhabung sind. Der Penis wird einfach nach oben gebogen und ist durch die Prothese gestützt um einen Geschlechtsverkehr zu ermöglichen. Die Penisgröße oder das Volumen ändert sich nicht. Bei den störanfälligeren hydraulischen Prothesen wird der Penis aufgepumpt. Bei dieser Prothese verändert der Penis auch die Größe. Das Infektionsrisiko ist größer und die Handhabung schwieriger.

Beide operativen Verfahren haben keinen Einfluss auf die Orgasmus- Ejakulationsfähigkeit.

Plastische Rekonstruktion bei Penisverkrümmung
Bei Penisverkrümmungen (angeboren, erworben) kann es aus technischen Schwierigkeiten zum Misserfolg beim Geschlechtsverkehr kommen. Es gibt 2 Methoden die hier nicht nähre beschrieben werden um den Penis wieder in die Richtige anatomische Form zu bringen. (Nesbit-Operation und Schröder/Essed OP).


Impotenz Übersicht

Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden. Der Inhalt von medhost.de kann und darf auf keinen Fall verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Selbstbehandlung durchzuführen.

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