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Enophthalmus (engl. enophthalmos)

Unter Enophthalmus versteht man das Zurücksinken des Augapfels in die Augenhöhle (Orbita). Ein Enophthalmus ist ein Symptom, das viele Ursachen haben kann. Eine Behandlung setzt bei der Therapie der verursachenden Faktoren an.

Wann kommt es zum Enophthalmus?
  • Bei starker Abmagerung (Kachexie) wird auch das hinter dem Augapfel befindliche Fettgewebe abgebaut. Dieses retrobulbäre (hinter dem Auge liegende) Fettgewebe ist für die normale Augenlage in der Augenhöhle verantwortlich.
  • Auch starke Flüssigkeitsverluste können zu einem Einsinken der Augen in die Augenhöhlen führen. Die Ursachen können starke Blutverluste, sehr niedriger Blutdruck oder beispielsweise heftiger Durchfall sein. Der Grund liegt darin, dass auch der venöse Plexus, der so genannte Plexus ophthalmicus (= Geflecht aus Blutgefäßen), hinter dem Auge zur Stabilisierung der Augenstellung wichtig ist.
  • Frakturen (Brüche) oder Verschiebungen (Dislokationen) der knöchernen Strukturen der Augenhöhle (Blow-out-Fraktur) verursachen ebenfalls einen Enophthalmus.
  • Kommt es zu einer Schädigung eines bestimmten Abschnitts (Kopfteil) des Sympathikus (= Teil des vegetativen Nervensystems), so fällt der Musculus orbitalis aus. Dieser Muskel sorgt normalerweise dafür, dass die Periorbita, die häutige Hülle der Augenhöhle, welche das Auge und die Mehrzahl der Augenmuskeln umgibt, gespannt ist. Durch die Spannung wird das Auge etwas aus der Augenhöhle nach vorne herausgedrückt. Fällt der Musculus orbitalis aus, so sinken die Augen leicht in die Augenhöhle zurück. Dieser Enophthalmus ist eines der drei Anzeichen des so genannten Horner-Syndroms.


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