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Divertikulose (engl. diverticulosis)

Hinter Divertikulose versteckt sich das zahlreiche Auftreten von Divertikeln im Bereich des Dickdarms. Divertikel sind Aussackungen in der Dickdarmwand. Ihre Entstehung wird durch ballaststoffarme Ernährung und Verstopfung begünstigt. Entzünden sich Divertikel (Divertikulitis) und platzen dann, so kann es zu einer Infektion im Bauchraum (Bauchfellentzündung) kommen. Sie kann tödlich verlaufen.

Die Divertikulose kommt vor allem bei älteren Menschen vor. Ungefähr 20% der 60-Jährigen und ca. 60% der 80-Jährigen sind betroffen.

Wie entsteht die Divertikulose?

Durch eine Stuhlverstopfung baut sich bei der Ausscheidung des Stuhls ein erhöhter Druck im Dickdarm auf (besonders in den Abschnitten Colon descendens = absteigendes Colon und Colon sigmoidum = Krummdarm), der zu einer Aussackungen der Dickdarmwand führen kann – den Divertikel. Sie treten häufig an den „Schwachstellen“ in der Darmwand auf, beispielsweise an den Durchtrittsstellen von Gefäßen.

Welche Beschwerden können Divertikel verursachen?

Häufig bleiben die Divertikel symptomlos. Selten treten Krämpfe im linken Unterbauch und Blähungen auf. Durchfall und Verstopfung im Wechsel können weitere Symptome sein.

Welche Komplikationen können auftreten?

Bleibt Kot in den Divertikeln zurück, so entzündet sich die ausgestülpte Darmwand leicht. Man spricht von einer Divertikulitis. Die Entzündung kann zu Schmerzen im Unterbauch und Fieber führen. Reißt eines der Divertikel auf, kann sich die Infektion auf den ganzen Bauchraum erstrecken. Eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) ist entstanden, die zum Tode führen kann.

Wie erfolgt die Diagnosestellung?

Mit Hilfe einer Darmspiegelung (Koloskopie) kann das Ausmaß der Erkrankung festgestellt werden. Manchmal ist auch eine Röntgenuntersuchung nötig. Dabei wird der Dickdarm zuerst mit Kontrastmittel gefüllt und anschließend geröntgt.

Wie wird behandelt?

Eine Nahrungsumstellung auf ballaststoffreiche, nicht blähende Kost, die mit viel Flüssigkeit eingenommen wird, kann die Beschwerden lindern. Der Stuhl wird dadurch weicher und kann den Darm leichter passieren. Kommt es zu keiner Besserung der Beschwerden oder reißt eines der Divertikel, wird eine operative Entfernung des betroffenen Darmabschnitts empfohlen.


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