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Dammriss

Der Damm (Perineum) liegt zwischen dem Scheidenausgang und dem After. Der Damm bildet die Grenze zwischen diesen beiden Organen und verhindert, dass Darmbakterien in die Scheide gelangen können. Obwohl er sehr elastisch ist, kann es unter der Geburt beim Herausgleiten des kindlichen Köpfchens zu einem Dammriss kommen. Diese Weichteilverletzung ist oft begleitet von einem Einriss der Scheidenhaut.

Je nach Tiefe, Länge und den beteiligten Strukturen wird der Riss in verschiedene Schweregrade eingeteilt (Iº bis IIIº oder IVº -> je nach Einordnungsmodus). Gefürchtet ist ein Dammriss III oder IV Grades, der einen Durchriss des Afterschließmuskels und der Rektumschleimhaut mit einschließt. Je nach Ausmaß der Verletzung muss ein Dammriss nach der Geburt genäht werden oder kann von alleine abheilen.

Die ungewöhnlich starke Dehnung während des Geburtsvorganges führt nicht zwangsläufig zu einem Dammriss. Die Massage des Damms mit speziellen Massageölen in den letzten beiden Schwangerschaftsmonaten kann die Wahrscheinlichkeit eines Dammrisses wesentlich vermindern. Während der Geburt spürt die Frau das Einreißen des Damms meist gar nicht. Allerdings kann ein ungünstig liegender Dammriss noch Wochen und Monate nach der Geburt Beschwerden machen. Dies ist vor allem beim Sitzen und bei sportlichen Aktivitäten der Fall.

Um einem Dammriss vorzubeugen, wird in manchen Entbindungskliniken ein Dammschnitt gesetzt. Erfahrene Geburtshelfer versuchen mit speziellen Handgriffen (Dammschutz) einen Dammriss gänzlich zu vermeiden.


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