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Cholesteatom

Ein Cholesteatom (auch Perlgeschwulst) ist ein gutartiges Geschwür der obersten Hautschicht. Die Gefahr bei einem Cholesteatom ist, dass es Knochenstrukturen im Mittel- und Innenohr angreifen kann. Es handelt sich dabei um einen chronisch entzündlichen Prozess, der langsam fortschreitet ("chronische Knocheneiterung“). Betroffen sind die Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss und Steigbügel) und die Knochen, die das Mittel- und Innenohr (Felsenbein) zum Gehirn abgrenzen.

Ein Cholesteatom kann in seltenen Fällen angeboren sein. Meistens entstehen Cholesteatome nach chronischen Mittelohrentzündungen, bei denen das Trommelfell verletzt wurde. Eine weitere, aber seltenere Entstehungsursache sind länger andauernde Belüftungsstörungen (beispielsweise Tubenkatarrh) des Mittelohrs.

Die Beschwerden bei einem Cholesteatom sind: Ein sich ausbreitendes Cholesteatom hat vielfältige Auswirkungen. Zunächst kann es die Gehörknöchelchen schädigen. Die Konsequenz davon ist ein bleibender Hörschaden. Wird das Gleichgewichtsorgan in Mitleidenschaft gezogen, ist Schwindel die Folge. Aber auch Strukturen wie der Gesichtsnerv, der die Bewegungen des Gesichts steuert, die Hirnhäute, das Großhirn und das Kleinhirn können betroffen sein. Ein unbehandeltes Cholesteatom kann schließlich zu einem Hirnabszess führen.

Die einzige Behandlungsmöglichkeit besteht darin, das Cholesteatom operativ zu entfernen. Bei fortgeschrittener Erkrankung ist es eventuell nötig, die Gehörknöchelchen zu rekonstruieren (Prothesen aus Metall, Keramik oder Knorpelstückchen). Das Trommelfell wird durch Muskel- und Knorpelhaut ersetzt. Bei 10 – 20 Prozent aller Fälle tritt die Erkrankung nach der Operation erneut auf.


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