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Bronchitis

Die Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchialschleimhäute. Die Bronchien sind der Teil der Atemwege, der sich an die Luftröhre anschließt und über 20mal in immer kleinere Äste aufzweigt. Das Bronchialsystem muss man sich wie ein weit verzweigtes Röhrensystem vorstellen, das von einer Schleimhautschicht ausgekleidet ist. Die Entzündung der Bronchialschleimhäute wird durch verschiedene äußere Faktoren verursacht. Dazu zählen Infektionen, allergische Reaktionen, Einwirkung von Giften und chemisch-irritative Substanzen (bsp. Nikotin).

Welche Formen der Bronchitis werden unterschieden?

Nach dem Krankheitsverlauf wird in eine akute (heftig verlaufende, schnell auftretende) und chronische Bronchitis unterschieden. Die chronische Bronchitis zeichnet sich durch einen lang dauernden Krankheitsverlauf aus. Sie wird ausführlich im Lexikon unter Chronischer Bronchitis besprochen. Eine Sonderform der Bronchitis ist die obstruktive (verschließende) Bronchitis. Es kommt zu einer Verengung der Atemwege, die dazu führt, dass die Betroffenen häufig Atemnot verspüren. Zunächst ist dies nur bei Belastung der Fall, später auch in Ruhe. Sie schließt sich meist an eine einfache chronischen Bronchitis an. Die chronisch-obstruktive Bronchitis zählt mit dem Lungenemphysem und der chronischen Bronchitis mit asthmatischer Komponente zu den chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD). Im Weiteren wird auf die akute Bronchitis eingegangen.

Was sind die Ursachen der akuten Bronchitis?

Verursacher der akuten Bronchitis sind zumeist Krankheitserreger, die hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion übertragen werden:
  • In 90% der Fälle handelt es sich um Viren (Myxo-, ECHO-, Adenoviren).
  • Primär bakterielle Bronchitiden sind eher selten. Häufig treten sie mit oder nach einer Infektion mit Viren auf. Man spricht von einer Superinfektion. Zu den Erregern zählen Streptokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae.
  • Infektionen mit Pilzen (Candida albicans) finden sich vor allem bei immunsupprimierten Patienten (z.B. nach Organtransplantationen).
  • Auch bestimmte Infektionskrankheiten können mit einer akuten Bronchitis beginnen. Dazu zählen: Masern, Windpocken, Keuchhusten, Scharlach, Diphtherie und Typhus.
Die nichtinfektiöse akute Bronchitis kann beispielsweise allergisch oder toxisch (bsp. durch Inhalation von Ozon, Schwefeldioxid, nitrosen Gasen, usw.) bedingt sein.

Was sind die Krankheitszeichen der akuten Bronchitis?

Typisch ist die Krankheitshäufung im Frühjahr oder Herbst. Die Bronchitis schließt sich häufig an eine Infektion der oberen Luftwege an und tritt meist fünf bis sechs Tage nach der Infektion auf.

Die Bronchitis äußert sich dann durch folgende Beschwerden:
  • Zunächst tritt ein trockener Husten auf, eventuell mit ständigem Hustenreiz.
  • Nach wenigen Tagen kommt es zu Husten mit Auswurf. Bei viralen Infektionen ist der Auswurf häufig weißlich-schleimig, bei bakteriellen Infekten eher gelblich-grün.
  • Weitere Begleiterscheinungen können leichtes Fieber, Mattigkeit und Thoraxschmerzen (= Schmerzen im Brustkorb) sein.
Wie wird die Erkrankung behandelt?

Wichtig ist die Zufuhr von viel Flüssigkeit. So genannte Expektorantien, also Mittel, die das Aushusten von Schleim aus den Luftwegen fördern, beruhen auf zwei Prinzipien: So genannte Sekretolytika verflüssigen den Bronchialschleim. Er kann leichter abgehustet werden. Die Sekretomotorika unterstützen den Abtransport des Schleims. Bei bakteriellen Infektionen werden zudem Antibiotika verschrieben. Eventuell werden bei krampfartig verengten Bronchien auch Bronchospasmolytika verordnet.

Halten die Symptome über 2 bis 3 Wochen – ohne ein Zeichen der Besserung – an, so sind weitere diagnostische Maßnahmen nötig, zum Beispiel Röntgen des Thorax oder eine Bronchoskopie.

Ausführliche Informationen zum Thema Bronchitis bei Kindern findet sich auch im Gesundheitsportal Kinderkrankheiten/Bronchitis.


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Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden. Der Inhalt von medhost.de kann und darf auf keinen Fall verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Selbstbehandlung durchzuführen.

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