Gesundheit Lexikon
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Blutdruck (engl. blood pressure)

Der Blutdruck (abgekürzt BP oder BD) ist derjenige Druck, den das Blut auf die Arterienwände ausübt. Die Blutdruckhöhe ist abhängig von der Stärke und Häufigkeit der Herzschläge, dem Blutvolumen im Blutkreislauf und der Elastizität der Arterien. Angegeben wird der Blutdruck in der Einheit mmHg (Millimeter Quecksilber; die SI-Einheit Pascal findet sich vereinzelt).

Wie wird der Blutdruck angegeben?

Die Angabe des Blutdrucks erfolgt als Verhältnis zwischen systolischem Blutdruck zu diastolischem Blutdruck. Der systolische Blutdruck (erster Wert) stellt den höchsten Druck in den Arterien dar, wenn sich das Herz zusammenzieht und Blut in den Kreislauf pumpt. Der diastolische Druck (unterer Wert) ist derjenige Blutdruck, der herrscht, wenn sich das Herz nach einer Kontraktion entspannt (Beispiel für eine Blutdruckangabe bei einem Erwachsenen: 120/80 mmHg; 120 ist der systolische Wert, 80 ist der diastolische Blutdruckwert).

Wie erfolgt die Einteilung der Blutdruckwerte?

Der Blutdruck variiert von Mensch zu Mensch. Er ist unter anderem abhängig von körperlicher Belastung und dem Lebensalter. Säuglinge, Kinder und Jugendliche haben niedrigere Blutdruckwerte als Erwachsene (siehe Tabelle). Im Ruhezustand sollte der Blutdruck folgende Werte haben:

Alter Systolisch (mmHg) Diastolisch (mmHg)
0 – 3 Monate 70 – 86 ---
3 – 12 Monate 86 – 93 60 – 62
1 – 9 Jahre 95 -101 65 – 69
9 – 14 Jahre 101 – 110 68 – 74
ab 18 Jahre:
optimal
normal
hochnormal

<120
<130
130 – 139

<80
<85
85 – 89

Wie wird der Blutdruck gemessen?

Es werden zwei Methoden unterschieden: direkte (invasive, blutige) und indirekte (noninvasive, unblutige) Blutdruckmessung.

1.Direkte Blutdruckmessung

Diese Art der Blutdruckmessung wird während großer Operationen oder bei Intensivpatienten durchgeführt. Die Messung erfolgt über einen arteriell liegenden Katheter mit Hilfe eines Katheterspitzenmanometers. Der Vorteil gegenüber der indirekten Methode liegt in der größeren Genauigkeit und der kontinuierlichen Aufzeichnung der Werte.

2.Indirekte Blutdruckmessung

Diese Art der Blutdruckmessung erfolgt nach der so genannten Riva-Rocci-Methode mit Hilfe einer aufblasbaren Blutdruckmanschette, die um den Oberarm gelegt wird und mit einem Manometer verbunden ist. Die Manschette wird aufgepumpt bis der Puls am Handgelenk (Radialarterie) nicht mehr tastbar ist. Dann wird die Luft aus der Manschette langsam abgelassen. Der erste tastbare Pulsschlag, der den Manschettendruck überwindet ist der systolische Wert, die letzte hörbare Pulsation des Herzens entspricht dem diastolischen Wert. Für die Selbstmessung durch den Patienten stehen semiautomatische bzw. elektronische Blutdruckmessgeräte zur Verfügung.

Welche Blutdruckabweichungen sind gefährlich?

Der Bluthochdruck oder die Hypertonie ist eine häufige Krankheit, die behandelt werden muss (=140/=90 mmHg). Unbehandelt kann der Bluthochdruck das Herz, die Blutgefäße und die Nieren schädigen. Niedriger Blutdruck oder Hypotonie besteht bei einem systolischen Wert = 110 beim Mann und = 100 bei der Frau und einem diastolischen Wert = 60 mmHg. Meistens ist niedriger Blutdruck kein Grund zur Besorgnis. Er kann aber auf gefährliche Krankheiten (bsp. Hypoaldosteronismus) hindeuten oder die Nebenwirkung von Medikamenten, wie Antidepressiva, sein.


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