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Akrophobie (engl. fear of heights)

Die Akrophobie bezeichnet Höhenangst. Sie gehört zu den spezifischen Angststörungen oder Phobien. Von Phobien spricht man, wenn Ängste an bestimmte Situationen geknüpft sind. Sie stellen eine irrationale und unrealistische Wahrnehmung der tatsächlichen Gefahr dar. Obwohl die Angst den Betroffenen als irrationale Angst bewusst ist und in keinem Verhältnis zur Realität steht, ist sie bei den Akrophobikern tatsächlich vorhanden. Sie können ihre Gefühle nicht kontrollieren, auch wenn sie sich ihrer Überreaktion bewusst sind.

Menschen mit Höhenangst fühlen sich beklemmt oder verängstigt, wenn sie sich in großer Höhe befinden oder sich dies auch nur vorstellen. Die Akrophobie tritt beispielsweise auf hohen Bergen, Hochhäusern, Türmen, Brücken, Balkonen, Leitern oder ähnlichem auf. Der Auslöser der Phobie muss nicht immer große Höhe sein, oft genügen schon ein paar Meter. Menschen, die unter Akrophobie leiden, können häufig keine Leitern oder Treppen hinaufsteigen.

Höhenangst kommt auch zusammen mit anderen Angststörungen vor. Oft ist die Höhenangst mit einer Flugangst verbunden.

Welche körperlichen Beschwerden treten bei Höhenangst auf?

Innerhalb kurzer Zeit treten die körperlichen Symptome auf. Zu ihnen zählen: Schweißausbrüche, Atembeklemmung und Atemnot, Herzklopfen, Herzrasen, Schwindelgefühl, Benommenheit, Brustschmerzen und Engegefühl in der Brust sowie Übelkeit.

Die Ursache liegt darin, dass Angst ein Primärinstinkt ist. In einer Angstsituation wird daher vom sympathischen Nervensystem der Kampf-Flucht-Reflex ausgelöst. Im Falle der Akrophobie wird vom Körper nicht unterschieden, ob die Angstreaktion angemessen auf den äußeren Reiz (Höhe) ist.

Der Herzschlag wird beschleunigt (-> Herzrasen, Herzklopfen), der Blutdruck steigt (Blut wird aus dem Verdauungstrakt abgezogen), die Atemnot und die erhöhte Atemfrequenz werden durch die Erweiterung der Bronchien ausgelöst, die Schweißdrüsen werden aktiviert, die Haut fühlt sich kühl und feucht an.

Wie erfolgt die Behandlung der Akrophobie?

Die Behandlung kann aus einer Kombination von medikamentöser Behandlung und Psychotherapie bestehen. Medikamente können helfen die Ängste zu unterdrücken oder abzuschwächen, sind aber aufgrund der Nebenwirkung keine Dauerlösung. Mit Hilfe einer gezielten Verhaltens- und Gesprächstherapie kann der Patient schrittweise an den Angstauslöser (die Höhe) herangeführt werden. Ziel ist es, dass der auslösende Reiz keine Beschwerden mehr hervorruft. Verschiedene Entspannungstechniken können zur Gesundung beitragen.


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