Gesundheit Lexikon
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Das Kondom

Das Kondom ist die einzige Verhütungsmethode für den Mann. Es wird auch Präservativ, Gummi, Pariser oder Verhüterli genannt. Das Kondom verhindert, dass die Samen das Ei erreichen und befruchten. In Deutschland ist das Präservativ nach der Anti-Baby-Pille die beliebteste Verhütungsmethode.

Kondome sind eine der ältesten bekannten Verhütungsmittel. Diese wurden zuerst aus Schaf- und Ziegendärmen hergestellt. Heutzutage werden Kondome aus Naturkautschuk-Latex geformt. Für Allergiker gibt es latexfreie Kondome aus Polyurethan. Kondome sind reißfest, elastisch und ungefähr sechsmal dünner als die menschliche Haut. Das Kondom ist bei richtiger Anwendung eine zuverlässige Verhütungsmethode. Der Pearl-Index liegt bei 4.

Bei Kondomen aus Automaten ist jedoch Vorsicht geboten. Deren Qualität und Zuverlässigkeit kann unter Kälte- oder Wärmeeinwirkung beeinträchtigt werden. Sie sind aber immer noch besser als ungeschützter Geschlechtsverkehr. Kondome sollten auch nicht in der Hosentasche oder im Handschuhfach des Autos gelagert werden. Es empfiehlt sich Markenkondome mit dem Sicherheitssiegel CE zu kaufen. Kondome mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum oder beschädigter Verpackung bieten keinen sicheren Schutz mehr. Kondome dürfen nicht zusammen mit fettigen oder öligen Gleitmittel verwendet werden, da diese die Präservative angreifen. Dadurch kann das Kondom nicht mehr sicher verhüten.

Latexfreie Kondome können sogar zusammen mit fettigen oder öligen Gleitmitteln verwendet werden. Präservative können mit anderen mechanischen Verhütungsmitteln für die Frau wie z.B. Diaphragma oder Lea Contraceptivum kombiniert werden. Chemische Verhütungsmittel dürfen jedoch nicht mit dem Kondom zusammen verwendet werden, da diese den Gummi angreifen.

Anwendung

Das Kondom wird über den erigierten Penis gerollt. Am Ende des Parisers befindet sich das Reservoir, das viel Platz für die Samen bietet. Es ist wichtig darauf zu achten, dass sich im Reservoir keine Luftblase bildet. Am besten die Luft mit zwei Fingern aus der Spitze des Präservativs herausdrücken. Ansonsten platz das Kondom. Ein Kondom bietet nur dann einen sicheren Schutz, wenn es bereits vor dem ersten Kontakt mit der Scheide über dem Penis gerollt wurde. Nach dem Samenerguss muss der Penis mit dem Kondom vorsichtig aus der Scheide gezogen werden. Hierbei sollte das Präservativ mit einer Hand festgehalten werden. Wenn es erst nach dem Erschlaffen des Gliedes passiert, kann das Kondom eventuell vom Penis abrutschen und die Spermien können in die Scheide gelangen.

Vorteile

Das Kondom hat keine gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen und schützt vor sexuell übertragbaren Krankheiten und Aids. Ein Kondom kann spontan und in jedem Alter verwendet werden. Es ist rezeptfrei in Apotheken, aber auch in Drogerien, Supermärkten und Automaten erhältlich. Das Kondom ist vergleichsweise billig.

Nachteile

Das Liebesspiel wird unterbrochen. Manche empfinden Kondome beim Geschlechtsverkehr störend. Die Handhabung erfordert eine gewisse Übung und es muss immer daran gedacht werden, das Kondom mitzuführen.


Verhütung Übersicht

Diese Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für ärztliche Beratung angesehen werden. Der Inhalt von medhost.de kann und darf auf keinen Fall verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Selbstbehandlung durchzuführen.

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