Gesundheit Lexikon
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Schmerzdiagnose

Ein Patient mit akuten Schmerzen kann für gewöhnlich sehr genau den Ort und die Charakteristik seines Schmerzes angeben. Der Auslöser des Schmerzes ist auf eine greifbare Situation (bsp. Sturz, Verbrühung, Stich, usw.) zurückzuführen und eine sofortige Therapie (bsp. Gips, Einrenken, Nähen der Wunde, Verordnung von kühlenden Salben) führt in den meisten Fällen zur Heilung.

Anders verhält sich die Situation bei Patienten mit chronischen Schmerzzuständen. Bei ihnen hat der Schmerz seine Schutz- und Warnfunktion verloren. Diese Patientengruppe hat häufig bereits viele erfolglose Behandlungsversuche hinter sich und laboriert schon sehr lange an ihrem Leiden herum. Bei chronischen Schmerzpatienten ist daher eine sorgfältige und konsequente Befragungs- und Untersuchungstechnik bereits beim ersten Arztbesuch nötig.

Zur Diagnose gehört die medizinische Untersuchung mit Labordiagnostik. Dabei lassen sich allein aus der Haltung und den Alltagsbewegungen (Gehen, Hinsetzen) des Betroffenen Rückschlüsse auf die Ursache und die Ausprägung der Schmerzsymptomatik erkennen. Besonders zu beachten sind Skelettanomalien, Schonhaltungen, Fehlstellungen der Extremitätengelenke und eventuelle Narben. Bei der Tastuntersuchung des schmerzenden Körperareals lässt sich beispielsweise eine übermäßige Schmerzauslösung durch Berührung der Haut feststellen. Von diagnostischem Interesse sind auch Verfärbungen der Haut sowie die Hauttemperatur und ihre Feuchtigkeit. Untersucht werden ebenso der Muskel-Sehnen-Apparat und die Knochen (Klopfschmerz!).

Neben der allgemeinen medizinischen Untersuchung wird das Patientengespräch als tragende Säule der Schmerzdiagnostik angesehen. Dabei werden Fragen zu medizinischen Vorerkrankungen (allgemein medizinische Anamnese) und zum sozialen Umfeld des Patienten gestellt (Sozialanamnese). Alle weiteren Krankheitsaspekte, die mit den Schmerzen zusammenhängen, werden in einer so genannten strukturierten Schmerzanamnese erfragt (W-Fragen).

Weitere zusätzliche Untersuchungsmethoden sind die funktionelle Untersuchung des Bewegungsapparates sowie die neurologische und neurophysiologischer Untersuchung. Eventuell sind auch apparative Zusatzuntersuchungen nötig. Welche Zusatzuntersuchungen im Einzelnen durchgeführt werden, ist abhängig vom Schmerztyp und Schmerzmechanismus. Die Untersuchungsmethoden werden bei den einzelnen Schmerzsyndromen behandelt.

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