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Ernährung und Verstopfung

Verstopfung (= Obstipation) ist vor allem im höheren Alter eine Art Volkskrankheit. Mit der richtigen Ernährung kann aber häufig vorbeugt werden. Denn die Ausscheidungen sind von der Ernährung und dem Stoffwechsel abhängig. Bei geringer Flüssigkeitszufuhr oder großen Flüssigkeitsverlusten (bsp. Schwitzen, Durchfall) wird dem Stuhl Wasser entzogen und er dickt ein, es kommt zur Verstopfung. Aber auch ballaststoffarme Kost, Kostumstellung oder ungewohnte Essenszeiten können schon zur Obstipation führen.

Was sind die Ursachen für eine Verstopfung?

Die Hauptursachen sind Bewegungsmangel, falsche Ernährung, Störungen im Wasserhaushalt und Erkrankungen, bei denen die Darmtätigkeit aufgrund neurologischer Defizite eingeschränkt ist.

Warum ist der Flüssigkeitsmangel so entscheidend und wie kann man ihm vorbeugen?

Bei Flüssigkeitsmangel entzieht der menschliche Organismus dem Nahrungsbrei im Dickdarm mehr Wasser als sonst und der Stuhl dickt ein. Eine nicht ausreichende Trinkmenge oder starke Flüssigkeitsverluste durch Durchfall oder Schwitzen können daher eine Obstipation bedingen.

Folgende Tipps können hier helfen:

  • Ausreichend trinken (siehe dazu auch das Kapitel Flüssigkeitsbedarf): Morgens gleich ein Glas Mineral- oder Leitungswasser auf nüchternen Magen.
  • Als Tee bei Magen-Darm-Beschwerden sind dünn aufgebrühte Fenchel- und Melissentees günstig, evtl. auch Kamillen- oder Minztee.
  • Anregend wirkt auch Sauerkrautsaft. Allerdings führt dieser bei empfindlichen Menschen zu heftigen Bauchkrämpfen und Blähungen.

Wie kann mit der Ernährung einer Stuhlverstopfung vorgebeugt werden?

Eine ballaststoffarme Ernährung, wie bsp. mit vorwiegend frischen Brötchen, oder bestimmten Lebensmitteln, wie Bananen, Kuchen oder Pralinen, begünstigen eine Stuhlverstopfung. Ideal ist eine faserstoffreiche (= ballaststoffreiche) Ernährung. Die Ernährung sollte daher mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel enthalten.

Folgende Tipps können einer Stuhlverstopfung entgegenwirken:

  • Bevorzugen Sie verdauungsfördernde Lebensmittel, wie Joghurt, Vollkornprodukte, Salate, Gemüse, Sauerkraut oder Früchteriegel und Dörrobst.
  • Lassen Sie Trockenfrüchte, wie Aprikosen, Pflaumen, Feigen, Äpfel mehrere Stunden im Wasser einweichen. Verzehren sie diese mit dem Einweichwasser.
  • Bieten Sie viel frisches Obst – auch in Form von Kompott – an.
  • Meiden Sie stopfende Nahrungsmittel, wie Weißbrot, Kuchen, Schokolade und Bananen.
  • Rühren Sie Weizenkleie, Flosamen oder Leinsamen in den Joghurt oder die Buttermilch ein. Wichtig ist es, dabei viel zusätzlich zu trinken.
  • Auch Milchzucker hat einen verdauungsfördernden Effekt. Achtung! Manche Menschen reagieren aber empfindlich auf ihn.

Natürlich gibt es auch Heilpflanzen, die einen abführenden Effekt haben. Sie können als Pulver, Kapseln oder Saft dargereicht werden. Allerdings sollte auch hier bei einer längeren Anwendung der Arzt gefragt werden, denn auch pflanzliche Abführmittel sind bei Dauergebrauch nicht weniger gefährlich als andere Abführmittel.

Als Kapseln gibt es:

  • dickdarmwirksame Mittel, wie Rhabarberwurzel, Faulbaumrinde oder Extrakte aus Kreuzdornbeeren oder Aloe-Blättern.
  • Füll- und Quellstoffe, wie Leinsamen oder Indischen Flosamen. Diese müssen immer mit viel Flüssigkeit eingenommen werden.

Quelle:

Angehörige pflegen – Ein Ratgeber für die Hauskrankenpflege, Martina Döbele, Springer 2008

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 09.05.2011


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