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Ziellose Unruhe

Typische Phänomene bei dementen Patienten sind Rastlosigkeit, zielloses Umherwandern und Unruhe. Die Betroffenen fühlen sich getrieben und meinen, ständig etwas erledigen zu müssen. Aber eigentlich wissen sie gar nicht, was das sein soll.

Zudem vergessen sie innerhalb von wenigen Minuten, was sie eigentlich schon gemacht haben. Diese Verhaltensweisen lassen sich dadurch erklären, dass die Betroffenen zielgerichtete Handlungsabläufe nicht mehr durchführen können. Trotzdem haben sie den Impuls, etwas machen zu müssen.

Wegen der Gedächtnisstörungen kommt es dann zu ständigen Wiederholungen.

Zielloses Umherwandern und Unruhe können aber auch durch mangelnde Beschäftigung hervorgerufen werden. Diese Unruhe ist besonders für die 2. Phase der Erkrankung typisch.

Wie kann man dem Bewegungsdrang begegnen?

  • Oberstes Gebot ist es, den Betreffenden laufen zu lassen. Greifen Sie seinen Bewegungsdrang auf und gehen sie mit ihm spazieren. Eine andere Variante sind Fahrten mit einem Tandem oder schwimmen gehen. Manche demente Patienten tanzen auch gerne. Ausreichende körperliche Bewegung ist wichtig.
  • Um die Unruhe zu mildern, hilft es manchmal auch, den Betreffenden sinnvoll zu beschäftigen. Mögliche Beschäftigungen sind bsp., ihn Kartoffeln oder Äpfel schälen, die Wäsche zusammenlegen, Gegenstände sortieren, Staub wischen, Blumen gießen, Auto polieren, Rasen mähen oder dem Treiben auf einer Baustelle zuschauen zu lassen. Besonders Gartenarbeiten sind geeignet, da sie viele Sinne ansprechen und mit Bewegung verbunden sind.
  • Hat der Erkrankte oft den Drang, das Haus oder die Wohnung verlassen zu müssen, so kann es helfen, die Haustür hinter einem Vorhang oder Wandschirm zu verstecken. Für den Fall, dass der Erkrankte allein unterwegs ist, empfiehlt sich ein Armband oder Anhänger mit Namen und Telefonnummer. Zudem sind Etiketten in der Kleidung oder ein Zettel in der Handtasche sinnvoll. Informieren Sie auch Ihre Nachbarn darüber, dass der Erkrankte weglaufen könnte. Bitten Sie sie um eine umgehende Benachrichtigung, falls Ihnen etwas auffällt.
Wenn der Kranke sehr unruhig ist, sprechen Sie mit dem behandelnden Arzt darüber.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 16.03.2011


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