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Neuroleptika – Medikamente gegen die Begleitsymptome

Für die mittlere und späte Erkrankungsphase sind Störungen des Erlebens und Verhaltens typisch. Es handelt sich meist um „psychotische Symptome“, für die Halluzinationen (Fehlwahrnehmungen), Wesensveränderungen und wahnhaftes Denken typisch sind. Als äußerst belastend werden die Aggressionen des Erkrankten empfunden.

Unter diesen Symptomen leiden die Betroffenen und die Angehörigen meist wesentlich mehr als unter den Einbußen der geistigen Fähigkeiten, den Depressionen oder der Angst.

Üblicherweise werden bei diesen Symptomen sogenannte Neuroleptika eingesetzt. Dies sind antipsychotisch wirkende Medikamente, die auch bei anderen Psychosen verordnet werden. Die Mittel bringen zwar keine dauerhafte Besserung, in akuten oder schweren Fällen aber eine schnelle und kurzfristige Linderung.

Neuroleptika bsp. Haloperidol hemmen die Wirkung eines bestimmten Botenstoffes, nämlich des Dopamins im Gehirn. Die Symptome einer Psychose und Unruhezustände werden gedämpft.

Eine Neuroleptikaverordnung bei Demenzkranken gehört aufgrund möglicher Unverträglichkeiten der Medikamente auf jeden Fall in die Hand eines erfahrenen Arztes. Die erwünschten Wirkungen und Risiken müssen im jeweiligen Einzelfall sorgfältig gegeneinander abgewogen werden. Zu den erwünschten Wirkungen zählen unter anderem Linderung von Erregungszuständen, Aggressivität, psychotischen Zuständen (Halluzinationen und Wahnvorstellungen), Verwirrtheit, Unruhe und Schlaflosigkeit. Mögliche Risiken sind Zittern, Abfall des Blutdrucks und Hemmung des Bewegungsablaufs mit Sturzgefahr, Kopfschmerzen usw..

Geeignete Neuroleptika bei Demenzkranken sind Haloperidol (Haldol), Risperidon (Risperdal), Melperon (Melperon, Melneurin, Harmosin usw.) und Pipamperon (Pipamperon und Herstellername).

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 16.03.2011


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