Gesundheit Lexikon
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Informationsdienst Magnetfeldtherapie aktuell Ausgabe 11 / Juli 2006
Thema: Infekte der oberen und unteren Luftwege
Einsatz der Magnetfeldtherapie bei Infekten der oberen und unteren Luftwege
Dr. med. Nanett Nyhuis ist HNO-Ärztin in eigener Praxis in München. Neben der Magnetfeldtherapie gehört u.a. auch die Akustik, speziell die Tinnitustherapie mit Radionik zu ihren Spezialgebieten.
Infekte der oberen und unteren Luftwege sind zentrales Thema einer täglichen HNO-ärztlichen Praxis - speziell beim Wechsel der Jahreszeiten vom Frühjahr zum Sommer und Herbst zum Winter.
Zentrales Organ spielt dabei die Nase. Ob es dann beim Infekt der oberen Luftwege bleibt oder sich dieser in die tieferen Luftwege ausbreitet mit zum Teil Halsschmerzen, Husten, Bronchitis, Laryngitis und Tracheitis hängt davon ab, wie und zu welchem Zeitpunkt der Infekt therapiert wird. Häufig sind sowohl der Infekt der oberen als auch unteren Luftwege begleitet von Kopfschmerzen, Schmerzen über der betroffenen Nebenhöhle und/oder einer supra- bzw. infraorbitalis Neuralgie. Ebenso können sich rezidivierende Infekte der oberen Luftwege zu einer chronische Nasennebenhöhlenentzündung ausweiten, die dann einer operativen Therapie mit Erweiterung anatomischer Engstellen zugeführt werden muss.
Warum die Nase das zentrale Organ ist, liegt an den vier Funktionsbereichen, die sie inne hat: Zum einen die Nase als Atmungsorgan, zum zweiten die Nase als Schutzorgan, nicht zu vergessen die Nase als Sinnes- und als Reflexorgan. Als Atmungsorgan wird die Atemluft während der Passage durch die Nase in die tieferen Luftwege binnen Sekunden erwärmt, befeuchtet und gereinigt. Dies bedeutet für die Nase manchmal eine Temperaturdifferenz bei Außentemperatur von minus 12° auf 37° Körpertemperatur von 49° und mehr.
Aufgrund der großen Oberfläche in der Nase ist es möglich, die Luftfeuchtigkeit in der Nase bei optimalem Funktionszustand bei 50% zu halten. Ist dies nicht der Fall, tritt ein Trockenheitsgefühl in der Nase auf, was subjektiv dann zur Nasenatmungsbehinderung führt. Ebenso wichtig ist die Reinigungsfunktion der Nase, die sowohl die Reinigung der eingeatmeten Luft von Staub, Klein- und Fremdpartikeln betrifft als auch ihre eigene Reinigung umfasst.
Damit dies funktioniert, sind die Nasenhaupthöhle, die Nasennebenhöhlen und ihre paarig angelegten Nasenschwellkörper (unsere Nasenmuscheln) mit einer spezifischen Schleimhaut ausgekleidet. Zum einen enthält diese spezifische Schleimhaut, das so genannte respiratorische Epithel, eine Schicht aus Schleimbecherzellen, die den Schleim produzieren und damit die Nase bzw. die Schleimhaut vor Umwelteinflüssen schützt, zum anderen ist diese spezifische Schleimhaut mit einem Flimmerepithelbesatz ausgekleidet, welcher durch Schlagrichtung von vorne nach hinten die Staubpartikel schneller abtransportiert. Neben der Funktion des Sinnesorgans für den Geruch ist die Nase als Reflexorgan in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen. Darunter sind nasenspezifische reflektorische Mechanismen zu verstehen, wie z.B. das An- und Abschwellen der Schleimhäute - kurz gesagt unser "Nasenzyklus". Man spricht auch davon, dass die Nase der Klimatisation dient d.h., der Adaption des Organismus an die Umwelt.
Ist diese Funktion der Nase - wenn auch nur in Teilbereichen gestört - sind dem Infekt der oberen und unteren Luftwege die Türen geöffnet. Das heißt, die Viren, mit der zu 80 % ein Infekt der oberen Luftwege als banaler Schnupfen beginnt, infizieren die Nasenschleimhaut und überwinden die verschiedenen spezifischen und unspezifischen Abwehrmechanismen der Respirationsschleimhaut. Damit kommt es dann in der Folge zur bakteriellen Superinfektion der Nase und/oder Nasennebenhöhle bzw. absteigend der unteren Luftwege. Neben den üblichen schulmedizinischen Maßnahmen wie abschwellende Nasentropfen, den vorübergehend in den mittleren Nasengang vom HNO-Arzt vorübergehend eingelegten hohen Einlage, den Schleimlösern - ob nun pflanzlich oder chemisch - und ggf. bei Komplikationen auch einer antibiotischen Therapie kommt hervorragend unterstützend und regulierend die Magnetfeldtherapie in Betracht.
Durch die Magnetfeldtherapie gelingt eine schnellere Regeneration der Nase in allen Bereichen - z.B. was die Reinigungsfunktion und die Klimatisation der Nase angeht. Diese bewirkt bei einem Schnupfen ein schnelleres Abschwellen der Schleimhäute, was eine verbesserte Drainage des Nasennebenhöhlensystems bedeutet. Es sind die allgemeinen Begleiterscheinungen (wie z.B. Gliederschmerzen, Unwohlsein, Müdigkeit, Mattigkeit), die Schmerzen (wie z.B. die Schmerzen über den betroffenen Nebenhöhlen) schneller in den Griff zu bekommen. Auch die Supra- und Infraorbitalisneuralgie ist durch die Magnetfeldtherapie hervorragend anzugehen.
Als weiteren Aspekt die Magnetfeldtherapie begleitend einzusetzen ist die Stärkung und Harmonisierung des Immunsystems, das zu schnellerem Wohlbefinden des Patienten führt. Ebenso nicht zu unterschätzen ist die entzündungshemmende Wirkung des Magnetfelds.
Somit gehört die Magnetfeldtherapie für mich als ganzheitlich am Menschen orientierte HNO-Ärztin zum Standard meiner täglichen Praxis.
Fallbeispiel 1: Patient D.A., 56 Jahre
Kommt mit einem Virusinfekt, schleimige Rhinitis, Gliederschmerzen, Fieber, diskreter Pharyngolaryngitis.
Schulmedizinische Therapie: Hohe Einlage in den mittleren Nasengang, Abschwellen, Inhallation, Mikrowelle Kieferhöhle bds., Nasentropfen
Komplementärmedizinische Therapie: Vitamin C 15 gr., pflanzliche Mukolyse, Magnetfeldtherapie
Nächster Tag: Klinisch deutliche Besserung, Rhinorrhoe rückläufig, Rötung Rachenhinterwand abgeklungen
Therapie schulmedizinisch: wie am Vortag
Therapie komplementärmmedizinisch 7,5 gr. Vitamin C, Magnetfeldtherapie
Folgetag: Patient ist nahezu beschwerdefrei, erneut und ausschließlich Magnetfeldtherapie
Fallbeispiel 2: Patient B.D., 43 Jahre
Zustand nach Pansinusitis, Pharyngolaryngitis, Tracheobronchitis, die schulmedizinisch extern antibiotisch behandelt wurde, jetzt akut erneute Halsschmerzen einseitig links.
Diagnose: Nervus laryngeus cranialis Neuralgie links
Schulmedizinische Therapie:
HNO-ärztlicher Status unauffällig, Schmerzpunkt im Bereich des Nervus laryngeus cranialis links
Komplementärmedizinische Therapie: Mikrowelle Hals, gezielt lokal Magnetfeldtherapie mit hoher Intensitität
Ergebnis: Patient steht 30 Minuten nach Behandlung beschwerdefrei von der Behandlungsliege auf
Fallbeispiel 3: Patient R.C.
Zustand nach Infekt der oberen Luftwege mit absteigender Infektion im Sinne von Husten, Bronchitis, Laryngitis, Dysphonie
Lupenlaryngoskopisch aufgelockerte gerötete Stimmlippenebene
Schulmedizinisch: Inhalationen, Mucolytica, Sprechverbot
Komplementärmedizinische Therapie: Mikrowelle, Vitamin C Infusion, Magnetfeldtherapie an vier aufeinander folgenden Tagen
Lupenendoskopische Kontrolle am 5. Tag: Schleimhautödem am Kehlkopf ist abgeklungen, Stimme wieder klar und rein
Fallbeispiel 4: Patient W.E.
Eitrige Rhinosinusitis, Kopfschmerzen, Druckgefühl über Stirnhöhle und Kieferhöhle, eitrige Postrhinorrhoe, Ohrdruck links
Schulmedizinisch: hohe Einlage mittlerer Nasengang, Nasentropfen, Antibiotika, Mucolytica
Komplementärmedizinische Therapie: Vitamin C an zwei aufeinander folgenden Tagen mit 15 gr. und 7,5 gr., Magnetfeldtherapie an fünf aufeinander folgenden Tagen
Das Ergebnis: am fünften Tag völlige Beschwerdefreiheit, nahezu kein Schleim mehr
Mehr zum Thema Magnetfeldtherapie finden Sie unter www.tipps-vom-experten.de
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