Gesundheit Lexikon
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Die Lage der Allergiker in Neuseeland ist schwierig

Eier, Erdnüsse, Milchprodukte, Banane und Kartoffeln sind ihr verboten. Aus dem Speiseplan der zweieinhalb Jahre alten Sienna Cherry ist es leichter die Dinge aufzuzählen, welche sie essen darf als diese, von welchen sie sich in ihrem ganzen Leben fernhalten muss. Das kleine Mädchen aus Neuseeland, welches unter einer schweren Nahrungsmittelallergie leidet, darf insgesamt neun Nahrungsmittel sicher verzehren. Dazu gehören Haferflocken, Entenfleisch, Brokkoli, Blumenkohl, Birne, Aprikose aus der Dose und Tofu. Ihre Mutter muss für sie aus den oben genannten Lebensmitteln nahr- und schmackhafte Speisen zaubern.

Die Hautallergie des kleinen Mädchens war früher so schlimm, dass ihre kleinen Hände mit dem Klebeband ans Bett gefesselt werden mussten, damit sie sich ihre Haut nicht blutig kratzt. Laut Daten der Gesundheitsorganisation Allergy New Zealand gibt es nicht genügend Allergiefachärzte im Land.

Im Rahmen der landesweiten Allergiewoche möchte die Organisation die Regierung auf die Lage der Allergiekranken aufmerksam machen. Sienna wird zurzeit von einem Kinderarzt und einem Diätetiker betreut. Ihre Eltern können nur hoffen, dass sie mit drei Jahren den Kindergarten besuchen kann. Ihre Mutter Leanne McCarty äußerte sich folgendermaßen: "Obwohl sich Sienna unter anderen Kindern bestimmt sehr wohl fühlen wird, habe ich trotzdem ein bisschen Angst um sie. Wir wissen nicht, wann sie mit Dingen in Berührung kommt, welche bei ihr einen anaphylaktischen Schock auslösen können."

Sienna musste vor kurzem wegen eines schweren anaphylaktischen Schocks ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sie hatte nämlich aus Versehen die Flaschennahrung ihrer kleinen Schwester probiert. Die Familie McCarty reagierte bestürzt auf die Entscheidung der Regierung, die EpiPens-Spritzen nicht zu bezuschussen. Diese Auto-Injektionen fügen bei einem anaphylaktischen Schock dem Körper Adrenalin zu. "So müssen wir die Injektionen selber bezahlen, aber es gibt bestimmt viele Familien, die sich diese nicht leisten können" - erklärte Mrs. McCarty.

Zurzeit leidet in Neuseeland jeder fünfte Mensch unter Allergien (das sind ungefähr 800.000 Personen). Ihre Zahl wächst jedoch Jahr für Jahr. In Neuseeland gibt es insgesamt sechs Allergiespezialisten. Davon arbeiten vier in Auckland, einer in Wellington und einer in Christchurch. Quelle: stuff.co.nz


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