Gesundheit Lexikon
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Schlafstörungen Behandlung

Es gibt eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten bei Schlafstörungen. Diese richten sich unter anderem danach, ob körperliche oder seelische Erkrankungen vorliegen, die den Schlaf rauben. Diese Grunderkrankungen müssen dann behandelt werden.

Liegen Schlafstörungen vor, obwohl weder körperliche noch seelische Erkrankungen vorhanden sind, so wird zuerst die Schlafkultur des Betreffenden durchleuchtet. Bestehen hier Defizite, so werden diese zunächst abgestellt. Dazu gehört beispielsweise der Austausch einer völlig durchgelegenen Matratze, bestimmte Abschaltrituale am Abend, regelmäßige Bewegung und Sport, eine ruhige Schlafumgebung usw..

Bleiben die Schlafstörungen dann weiter bestehen, können unter professioneller Anleitung bestimmte Verhaltenstherapien angewendet werden. In Kombination mit Entspannungstechniken bringen sie nachweislich gute Erfolge bei Schlafstörungen (siehe dazu auch den Artikel „Schlafstörungen Therapie“).

Idealerweise empfehlen Schlafmediziner ein umfassendes Behandlungskonzept, das auf den einzelnen Patienten individuell zugeschnitten ist. Hierin können enthalten sein: Medikamente zur Schlafförderung, Verhaltenstherapien, Erlernen von Entspannungsmethoden und Empfehlungen zur Umstellung der Lebensweise.

Speziell in diesem Artikel werden nun Behandlungen von Schlafstörungen vorgestellt, die nicht immer ganz alltäglich sind. Dazu gehören das Schlafenlernen in einer Schlafschule, Einschlafen durch Hypnose und die Akupressur.

Schlafstörungen Behandlung – Schlafschule

Seit ungefähr zehn Jahren gibt es sogenannte Schlafschulen. Diese sind geeignet für Patienten, die bereits wegen Schlafstörungen behandelt werden, oder richten sich an Menschen, die Probleme mit ihrem Schlaf haben. Der Zweck der Schlafschule ist es, mit professioneller Hilfe einen besseren Umgang mit Schlafstörungen jedweder Coleur zu bekommen und die Störungen zu beheben oder auf ein erträgliches Maß zu verringern. Eine solche Anleitung ist besonders bei Änderung von Gewohnheiten wichtig.

In den Wochenend- oder Wochenkursen werden wichtige Informationen rund um das Thema „Schlaf“ vermittelt. Bisweilen werden auch mehrere kleine (Lern-)Einheiten angeboten. Das Wissen wird anhand von Vorträgen, Diskussionen, aber auch in Gruppen- oder Einzelgesprächen mit einem Schlafexperten vermittelt. Wichtige Inhalte, die behandelt werden, sind:

  • Lernen, was ein gesunder und was ein gestörter Schlaf ist;
  • die Ursachen eines gestörten Schlafes kennen lernen;
  • die individuellen Probleme mit dem Schlaf erkennen und/oder darauf aufmerksam gemacht werden;
  • Lernen, wie sich dieses Fehlverhalten durch geeignete Maßnahmen überwinden lässt (Schlafhygiene, Schlafkultur);
  • Techniken lernen, um Stress abzubauen;
  • Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten von Schlafstörungen und Techniken zur Selbsthilfe erhalten.

Schlafschulen sind empfehlenswert, wenn sie von einem erfahrenen Schlafexperten geleitet werden. Im Hinblick auf die (teilweise) Übernahme der Kosten sollte man sich vorab bei seiner Krankenkasse erkundigen.

Schlafstörungen Behandlung – Hypnose

Die Hypnose ist ein altes Verfahren, um verschiedene Gesundheitsstörungen zu behandeln. Es ist eine suggestive Technik, mit deren Hilfe man sich selbst oder einen anderen Menschen in einen schlafähnlichen Zustand versetzen kann. In diesem Zustand wird der Hypnotisierte empfänglich für den Willen des Hypnotiseurs. Es gibt Erkenntnisse, dass die Hypnose bei Schlafstörungen, Angst, Unruhe und Nervosität hilfreich sein kann. Es sprechen jedoch nicht alle Menschen auf diese Methode an und oft lässt auch die positive Wirkung der Hypnose nach einiger Zeit nach.

Wie kann man sich eine solche Hypnosetherapiesitzung vorstellen? Der Patient liegt meist bequem auf einer Couch und fixiert einen bestimmten Gegenstand (Lampe, Kerze). Der Therapeut (Psychologe, Arzt) suggeriert mit ruhiger Stimme ein Gefühl von Schwere und Ruhe. Dabei verspürt der Patient von selbst den Drang, die Augen zu schließen und entspannt sich. In dieser Ruhe spricht der Therapeut die schlafspezifischen Probleme an und versucht, im Unterbewusstsein des Patienten bestimmte Formeln zu verankern. Bei einem Menschen mit Schlafproblemen kann dies beispielsweise der Satz sein: „Abends um halb elf werde ich müde und schlafe ein.“ Diese Formeln werden in jeder Sitzung geübt, bis sie verinnerlicht sind und das Schlafproblem nachlässt oder vergeht.

Schlafstörungen Behandlung - Akupressur

Die Akupunktur und die Akupressur basieren auf der Vorstellung, dass im Körper entlang der sogenannten Meridiane Energieströme fließen. Bestimmte Punkte auf diesen Energiebahnen sind mit den inneren Organen verbunden. Es handelt sich um die Akupunkturpunkte. Im gesunden Organismus gibt es einen ungehinderten Energiefluss entlang der Meridiane. Wird dieser Zustand geändert, wird Energie blockiert und Erkrankungen sowie Störungen sind die Folge.

Die Aufgabe des Heilenden ist es nun, die vorhandene Symptomatik zu interpretieren und den Energiefluss durch Reizung des entsprechenden Meridianpunktes mit einer Akupunkturnadel oder durch eine Druckmassage (= Akupressur) wieder in Gang zu bringen.

Natürlich werden diese Methoden auch bei Schlaflosigkeit angewendet. An dieser Stelle wird bevorzugt auf die Akupressur eingegangen, da bei ihr mit sanftem Druck der Hände die entsprechenden Meridianpunkte massiert werden. Dies kann man prinzipiell auch selbst durchführen.

In der Akupressur kennt man dazu mehrere Punkte. Einer liegt unter der Schädelbasis im Nacken, einer zwischen den Schulterblättern und einer an den Knöcheln. Er heißt nach der chinesischen Namensgebung „fröhlicher Schlaf“. Am besten lässt man sich von Kundigen erklären, wo die einzelnen Punkte genau zu finden sind und wie man sie am besten stimuliert (Kneten, Reiben, Druck, Dehnung, schnelles Klopfen usw.).

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 26.09.2011


Matratzenberatung

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