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Matratzenschoner

Ursprünglich (bis circa 1980) sollten Matratzenschoner oder sogenannte Schonerdecken eine Matratze gegen mechanische Beanspruchungen von unten schützen. Sie wurden (und werden noch) zwischen die Matratze und den Bettrost bzw. Lattenrost gelegt. Der Bezugsstoff der Matratze – insbesondere der Federkernmatratzen – wurde ohne Schoner sonst durch die Beweglichkeit der Metallfedern und anderer Polsterelemente an den Auflagepunkten schnell durchgescheuert.

Als Matratzenschoner wird heutzutage auch – analog zum Schonbezug – ein Bettschutz bezeichnet, der die Matratze vor Verschmutzungen von oben schützt. Diese Matratzenschoner werden zwischen das Laken und die Matratze gelegt oder etwas komfortabler über einen Gummizug an den Matratzenecken befestigt.

Bei Wasserbetten werden diese Schonbezüge – ähnlich einem Spannbettuch – über die Wassermatratzen gezogen und schützen diese von oben und von den Seiten her gegen Verschmutzungen. Häufig findet man in den Beschreibungen für Matratzenschoner bei Wasserbetten den Begriff „Topliner“.

Matratzenschoner – Vorteile

Hat man für sich die optimale Matratze gefunden, die vielleicht auch noch sehr teuer war, so möchte man natürlich möglichst lange etwas von seiner Anschaffung haben. Dabei kann ein Matratzenschoner gute Dienste leisten. Seine Vorteile können sein:

  • Durch einen Matratzenschoner (zwischen Matratze und Lattenrost) kann die Matratze vor dem Abrieb des Lattenrostes geschützt werden. Häufig wird der Abrieb, den die Federleisten eines Lattenrostes an Matratzenkernen aus weichem Matratzenmaterial (Naturlatex, Viskoschaum, Kaltschaum) verursachen können, unterschätzt.
  • Die Belüftung der Matratze durch diese Matratzenschoner kann sogar verbessert werden. Evtl. auftretendes Kondenswasser zwischen Matratze und Lattenrost werden vom Matratzenschoner aufgenommen und an die Raumluft weitergeleitet. Bei Schubkasten-Betten werden die Matratzenschoner oft empfohlen, um die mangelnde Belüftung von der Unterseite des Bettes her auszugleichen. Die Ableitung der Feuchtigkeit durch den Matratzenschoner beugt der Schimmelbildung vor.
  • Der Matratzenschoner, der die Matratze von oben her schützen soll, hält Verunreinigungen und Beschädigungen von der Matratze ab, die während des Gebrauchs entstehen. Dies kann der überschwappende Morgenkaffee sein, den man im Bett zu sich nimmt, oder auch Körperflüssigkeiten, die sonst ungeschützt auf und in die Matratze gelangen könnten. Zu denken ist hier vor allem bei Kindern, die gerade sauber werden, an Urin. Bei Erwachsenen leistet der Matratzenschoner gute Dienste, da er den nächtlichen Schweiß aufsaugt. Gelangen Schweiß und Hautschuppen in die Matratze, besiedeln rasch Milben und Mikroorganismen die Matratze. Die Haltbarkeit der Matratze wird durch die Schweißexposition gemindert und der Allergie auslösende Hausstaubmilbenkot konzentriert sich stärker.
    Vor ihm schützen aber absolut zuverlässig nur Encasings. Dies sind milbendichte Schonbezüge, welche die ganze Matratze umgeben und auch auf das Kopfkissen und die Bettdecke gezogen werden.
  • Die Matratzenschoner sind einfach in der Handhabung und lassen sich leichter wechseln und waschen als ein kompletter Matratzenbezug. Zudem können sie in einer herkömmlichen Haushaltswaschmaschine gewaschen werden und dies meist bei sehr hohen Temperaturen (Kochwäsche). Ob ein Trocknen im Trockner möglich ist, sollte man sorgfältig nachlesen. Dies ist von Schoner zu Schoner verschieden.
  • Matratzenschoner sind in der Regel atmungsaktiv, temperaturausgleichend und hautfreundlich. Dies sind alles Eigenschaften, die ein gutes Bettklima unterstützten.

Matratzenschoner – Ausführungen

Matratzenschoner sind für alle Matratzengrößen und alle Arten von Matratzen erhältlich. Sie können aus extrem feuchtigkeitsabsorbierenden Materialien bestehen oder auch aus Schafwolle – also wärmenden Materialien.

Nahezu feuchtigkeitsundurchlässig sind Auflagen oder Schonbezüge aus Molton. Dieser Stoff besteht zu 100 Prozent aus Baumwolle und ist beidseitig aufgeraut. In der Alten- und Krankenpflege wird Molton häufig mit einer wasserdichten Polyurethan- oder Polyethylen-Einlage verwendet. Die Luftdurchlässigkeit und Atmungsaktivität wird dadurch jedoch eingeschränkt.

Weitere Materialien, aus denen Matratzenschoner (Schonbezug) bestehen können, sind beispielsweise Biobaumwolle, Mikrofaser, Baumwoll-Polyestermischungen usw. Matratzenschoner, die zwischen den Lattenrost und die Matratze gelegt werden, bestehen beispielsweise aus Kokosfaser oder Schafschurwolle, die mit Baumwollstoff versteppt sind. Diese Auflagen sind meist etwas dicker und nicht unbedingt waschbar.

Matratzenschoner – Beziehen

Die Matratzenschoner werden nur aufgelegt, an den Ecken mit einem Gummiband befestigt oder sind mit einer Spannumrandung versehen. Die Spannumrandung sorgt für einen besseren Sitz auf der Matratze und das Aufziehen ist bei den so ausgestatteten Modellen problemloser. Matratzenschoner, die sich zwischen der Matratze und dem Lattenrost befinden, werden meist nur aufgelegt.

med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner
Aktualisierung 26.09.2011


Matratzenberatung

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