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Natrium - Na+

Natrium ist ein Mineralstoff, der überwiegend in Kochsalz (Natriumchlorid = NaCl) enthalten ist. Es wird über den Dünndarm aufgenommen und über die Nieren ausgeschieden. Im Körper findet sich Natrium vorwiegend als positiv geladenes Ion (Kation) außerhalb der Zellen – im Extrazellulärraum. Dort ist es das häufigste Kation. Etwa 40 Prozent des Natriums ist in den Knochen eingelagert.

Natrium ist der Gegenspieler des Kaliums, das sich überwiegend in den Zellen befindet (häufigstes intrazelluläres positives Ion). Die Anreicherung von Natrium außerhalb der Zellen und von Kalium innerhalb der Zellen beruht auf aktiven Transportmechanismen an der Zellmembran durch die Na+/K+-Pumpe. Die Konzentrationsunterschiede beider Ionen über die Zellmembran sind entscheidend für die Erregbarkeit und Funktionsfähigkeit der Zellen sowie für die Informationsvermittlung zwischen den Zellen.

Des Weiteren spielt Natrium eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Wasserhaushaltes und des Säure-Basen-Gleichgewichtes sowie der Aufrechterhaltung des Blutdrucks.

Zudem ist Natrium bei den bioelektrischen Funktionen der Muskeln und Nerven (Muskelkontraktion, Übertragung von Impulsen) beteiligt.

Was kann Anlass der Untersuchung auf Natrium sein?

Der Natrium-Wert wird zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Erkrankungen und Zuständen bestimmt, bei denen Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes auftreten. Anlass können daher Nierenerkrankungen, Störungen des Durstgefühls, Ödeme, Bluthochdruck oder hormonelle Erkrankungen, wie eine Schilddrüsenunterfunktion sein.

Woraus kann Natrium bestimmt werden?

Natriumbestimmungen können aus dem Blutserum oder –plasma sowie dem 24-h-Sammelurin bestimmt werden.

Normale Werte für Erwachsene liegen in folgenden Bereichen:

Blut: 135 – 145 mmol/l

In welchen Fällen ist der Natrium - Wert zu hoch?

Erhöhte Natrium-Werte im Blutserum werden als Hypernatriämie bezeichnet. Bei erhöhten Natrium-Werten können sich Beschwerden, wie Nervosität, Ruhelosigkeit, Erregbarkeit und Muskelzittern einstellen.

Erhöhte Natrium-Werte treten auf bei:

  • Flüssigkeitsmangel, hervorgerufen durch massives Erbrechen oder Durchfälle; bei hohem Fieber oder starkem Schwitzen;
  • Diabetes insipidus (ADH-Mangel = Mangel an anitdiuretischem Hormon),
  • Hyperaldosteronismus (primär);
  • chronischen Nierenerkrankungen;
  • verstärkter Aufnahme von Natrium, bsp. durch das Trinken von Meerwasser oder Überinfusion von Elektrolytlösungen;
  • Dialysepatienten.

In welchen Fällen ist der Natrium - Wert zu niedrig?

Verminderte Natriumwerte im Blut werden als Hyponatriämie bezeichnet. Bei schwerem Natriummangel können Erbrechen, Krämpfe, Apathie und Unterkühlung auftreten.

Krankheiten und Zustände, bei denen erniedrigte Natrium-Werte auftreten, sind:

  • Erkrankungen, die eine Erhöhung der Körperflüssigkeit (Hypervolämie) nach sich ziehen. Dazu gehören Herzschwäche, Leberzirrhose, nephrotisches Syndrom und Niereninsuffizienz.
  • Natriumverlustzustände bei Erbrechen, Durchfall, starken Blutungen, Aszites (Bauchwassersucht), Verbrennungen oder Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) sowie Funktionseinschränkungen der Nebennieren (Addison-Krankheit).
  • hormonelle Unregelmäßigkeiten: Dazu zählen Schilddrüsenunterfunktion oder die Überproduktion des antidiuretischen Hormons.
  • Einnahme von Arzneimitteln (einige Diuretika, Antidepressiva, Sedativa usw.).
  • Zuckerkrankheit mit Hyperglykämie (= starke Erhöhung des Blutzuckers).

Quelle: Thomas, Labor und Diagnose
med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner

Aktualisierung 18.02.2009


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