Gesundheit Lexikon
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CEA – Carcinoembryonales Antigen

CEA, das auch als Carcinoembryonales Antigen bezeichnet wird, ist ein Glykoprotein. Es besteht aus einem Protein- und Kohlenhydratanteil, wobei letzterer circa 50 Prozent ausmacht. CEA ist ein normaler Bestandteil der Dick- und Mastdarmschleimhaut und kommt auch noch in der Vagina und verschiedenen Drüsenepithelien vor. Vor allem Tumoren oder Entzündungen der Darmschleimhaut, der Bauchspeicheldrüse oder der Leber führen zu einer Erhöhung des CEA-Wertes.

Vornehmlich dient es als Tumormarker, vor allem zur Kontrolle der Tumorentwicklung kolorektaler Karzinome (= Dickdarm-Endarm-Krebserkrankungen), nicht jedoch zu deren Diagnose. Auch eine Differenzierung von bestimmten Arten von Lebertumoren ist mit diesem Marker möglich.

Was sind die Referenz-/Normalwerte für Carcinoembryonales Antigen?

Der CEA-Wert wird aus dem Blutserum oder –plasma bestimmt. Die Obergrenze des Wertes ist methodenabhängig. Der CEA-Normalwert liegt bei Erwachsenen zwischen 1,5 – 5,0 μg/l.

Was kann ein erhöhter Wert von Carcinoembryonalen Antigen bedeuten?

Erhöhte Werte sind bei folgenden Erkrankungen feststellbar:

  • bei einem bösartigen Tumor des Dick- oder Mastdarms; beurteilbar ist auch der Wiederauftritt eines bereits entfernten Tumors in diesem Bereich oder seine Bildung von Metastasen (Leber!);
  • bei einem medullären Schilddrüsenkarzinom;
  • bei Patienten, die an fortgeschrittenen Stadien eines Mammakarzinoms oder an fortgeschrittenen Karzinomen des Magens, der Bauchspeicheldrüse, der Bronchien, der Eierstöcke sowie des Gebärmutterhalses leiden.

Dabei können auch Aussagen aufgrund der Höhe des Anstiegs der Werte getroffen werden:

Bei einem vierfachen Anstieg über die Obergrenze ist ein bösartiger Tumor wahrscheinlich. Bei einem achtfachen Anstieg über die Obergrenze oder bei Zunahme des Wertes ist ein bösartiger Tumor nahezu sicher.

Was beeinflusst den Werte Carcinoembryonales Antigen?

Bei älteren Menschen sind die Werte im Mittel höher als bei Jüngeren, ebenso bei Rauchern gegenüber Nichtrauchern.

Daneben gibt es noch eine Reihe von Erkrankungen, die auch zu erhöhten CEA-Werten führen können. Dazu zählen:

  • entzündliche Erkrankungen der Leber, insbesondere alkoholisch bedingte Leberzirrhosen;
  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse;
  • entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen, wie Colitis ulcerosa oder eine Divertikulitis;
  • entzündliche Lungenerkrankungen.

Quelle: Thomas, Labor und Diagnose
med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner

Aktualisierung 02.01.2009


Laborwerte

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