Gesundheit Lexikon
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CA 19-9 (Carbohydrate-Antigen 19/9) oder GICA (Gastrointestinal cancer antigen)

CA 19-9 stellt einen Krebs- oder Tumormarker dar. Chemisch gesehen handelt es sich um ein sogenanntes Glykolipid, das auf vielen Schleimhautzellen lokalisiert ist und auch von ihnen ausgeschieden wird. Erhöhte Laborwerte des Markers finden sich bei entzündlichen oder tumorösen Erkrankungen der Gallenblase, der Leber, des Magens und des Dickdarms.

Wann wird CA 19-9 bestimmt?

Indikationen zur Bestimmung von CA 19-9 sind:

  • ein Verdacht auf ein Karzinom der Bauchspeicheldrüse, der Leber, der Gallenwege oder des Magens;
  • zur Nachsorge der zuvor genannten tumorösen Erkrankungen;
  • Als Zweitmarker zur Diagnostik und Nachsorge beim kolorektalen Karzinom und Eierstockkarzinom.

Was ist der Referenzbereich für CA 19-9?

Der Tumormarker kann aus dem Blutserum, Blutplasma sowie anderen Körperflüssigkeiten (Pleurapunktat, Ascites) bestimmt werden. Der CA-19-9- Normalwert ist:

Serum/Plasma:         ≤ 37 U/ml

Was kann ein erhöhter Wert bedeuten?

Erhöhte Werte treten auch bei nicht-tumorösen Erkrankungen auf. Zu ihnen gehören akute oder aktive Erkrankungen des Leber-Gallen-Bauchspeicheldrüsensystems, wie eine Leberzirrhose, Leberentzündung, Steinleiden oder Entzündungen der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse.

Bei diesen Erkrankungen kann es in Abhängigkeit von der Aktivität und dem Ausmaß des Leidens zu einem kurzfristigen Anstieg des CA-19-9-Wertes (< 100 U/ml) kommen. Sehr hohe Werte können bei einer Gallenstauung (Cholestase) auftreten. Die Werte normalisieren sich mit der Besserung der Symptome.

Tumoröse Erkrankungen, bei denen erhöhte CA-19-9-Werte gefunden werden, betreffen Bauchspeicheldrüse, Gallenwege, Magen, Dickdarm und Leber. In einem geringeren Prozentsatz finden sich erhöhte Konzentrationen des Markers auch bei Eierstock-, Speiseröhren-, Lungen- und Brustkrebs.

Bei tumorbedingten Erhöhungen des Wertes kann ein Anstieg von über 1000 bis maximal 100 000 U/ml gefunden werden.

Die beste diagnostische Sensitivität, das heißt bereits kleinste Tumorstadien werden erkannt, besteht bei einer bestimmten Form des Gallenblasenkarzinoms (exkretorische Form). Hier ist auch die sogenannte diagnostische Spezifität, das heißt der Tumormarker ist spezifisch für die bestimmte Krebserkrankung, sehr hoch. Günstig sind diese Beurteilungskriterien auch für Tumoren des Magens sowie der Leber und Gallenwege.

Nach einer vollständigen Tumorentfernung normalisieren sich die Werte innerhalb von zwei bis vier Wochen wieder.

Quelle: Thomas, Labor und Diagnose
med. Redaktion Dr. med. Werner Kellner

Aktualisierung 22.02.2009


Laborwerte

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